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Aufzug Preisindex: Preiserhöhung für Aufzüge und Rolltreppen

Aufzüge und Fahrtreppen sind alltägliche Annehmlichkeiten, die wir häufig nutzen und doch oft übersehen. Sie erleichtern uns das Leben, indem sie uns in hohen Gebäuden auf und ab bewegen oder uns bequem durch Bahnhöfe und Flughäfen führen. Aber haben Sie jemals über die Kosten dieser Transportmittel nachgedacht? Es ist vielleicht überraschend, aber das Statistische Bundesamt hat dieses Thema im Blick.

In den letzten Jahren ist in Deutschland eine bemerkenswerte Veränderung in der Branche der Personen- und Lastenaufzüge sowie Rolltreppen und Rollsteige zu beobachten. Laut neuester Statistiken hat der Erzeugerpreisindex für diese spezifischen Produkte im Jahr 2022 einen beispiellosen Höchststand von 127,1 erreicht, was einem sprunghaften Anstieg von 15,2 Punkten oder 13,58 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Aufzug Preise Foto: © Katarzyna Bialasiewicz / Shutterstock

Das Statistische Bundesamt führt eine sorgfältige Überwachung der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland durch, und dazu gehören auch „Personen- und Lastenaufzüge, Rolltreppen und Rollsteige“, wie sie sie selbst bezeichnet. Das ist eine Kategorie, die alles von privaten Heimaufzügen bis hin zu massiven Industrieaufzügen und öffentlichen Fahrtreppen umfasst. Dieses genaue Monitoring ermöglicht eine fundierte Analyse der Preisentwicklung seit 2005.

Die Daten zeigen, dass die Preise für diese Waren bis zum Jahr 2021 zwar kontinuierlich, aber relativ moderat gestiegen sind. Es war eine stetige Aufwärtsbewegung, aber nichts, was man als übermäßig dramatisch bezeichnen würde. Doch ab 2021 zeichnet sich ein neues Muster ab: die Preise springen auffällig in die Höhe. Diese alarmierende Entwicklung bei den Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte wird durch Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus dem Januar 2023 untermauert. Nach ihren vorläufigen Berechnungen sind diese Preise im Vergleich zum Januar 2022 um beeindruckende 17,6 Prozent gestiegen. Auch die Preise für Aufzüge und Fahrtreppen sind diesem Trend nicht entkommen, mit einem Anstieg von beachtlichen 15,7 Prozent.

Doch was ist der Auslöser für diese steile Preissteigerung? Das Statistische Bundesamt führt diese hauptsächlich auf die Preisentwicklung bei Energie zurück. Die steigenden Energiekosten wirken sich auf die gesamte Produktionskette aus und führen zu höheren Preisen für gewerbliche Produkte. Darüber hinaus haben die Energiepreissteigerungen auch sekundäre Auswirkungen auf andere Kostenfaktoren. Die Preise für Verbrauchsgüter, Vorleistungsgüter, Gebrauchsgüter und Investitionsgüter sind ebenfalls merklich gestiegen, was die Gesamtkosten für die Herstellung von Aufzügen und Fahrtreppen zusätzlich in die Höhe treibt. Insgesamt zeigt sich, dass die Preise für Aufzüge und Fahrtreppen in einem zunehmend energieintensiven Marktumfeld ansteigen, was sich auf die Erzeugerpreise auswirkt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiterentwickelt und welche Auswirkungen sie auf die Nutzer und die Branche insgesamt haben wird.

Steigende Rohstoffkosten und hohe Investitionen

Ein bedeutender Akteur im Aufzugsbereich ist Schindler Deutschland, die deutsche Tochtergesellschaft des renommierten Schweizer Herstellers. Um ihre hohen Standards an Qualität und Sicherheit zu halten und gleichzeitig ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, hat Schindler Deutschland bereits im Juli 2018 die Preise für neue Aufzüge und Modernisierungsarbeiten um durchschnittlich 6 Prozent angehoben.

Seilaufzug Foto: © kangshutters / Shutterstock

Frank Böhnert, der Direktor Neuanlagen und Modernisierung bei Schindler Deutschland, liefert tiefere Einblicke in die Hintergründe dieser Preisanpassungen. Er betont, dass qualifizierte Fachkräfte unerlässlich sind, um den hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards gerecht zu werden, die die Kunden von Schindler erwarten. Daher fließen große Investitionen in die Ausbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter, um die notwendige Expertise aufrechtzuerhalten und zu erweitern.

Allerdings wird es immer schwieriger, geeignete Fachkräfte auf dem Markt zu finden, was die Notwendigkeit dieser Investitionen noch weiter verstärkt. Hinzu kommen steigende Rohstoffkosten, insbesondere für Stahl und andere Metalle wie Kupfer und Aluminium, die im letzten Jahr um etwa 30 Prozent angestiegen sind und die Produktionskosten nach oben getrieben haben. Zudem machen die jüngsten Tarifabschlüsse einen erheblichen Anteil an den Kosten aus.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Schindler Deutschland innovativ und blickt optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen erweitert sein Leistungsspektrum stetig und investiert stark in die digitale Transformation der Aufzugstechnologie. So stellt Frank Böhnert das Schindler Actionboard vor, ein neues Feature, das Betreibern ermöglicht, ihre Anlagen effizienter zu betreuen. Damit zeigt sich Schindler einmal mehr als Vorreiter bei der Verbindung von traditioneller Bauweise und zukunftsorientierter Mobilität.

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