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Privataufzug – Preise & Kosten vergleichen

Privataufzüge werden häufig auch als Homelifte oder Senkrechtaufzüge bezeichnet. Sie sind im Vergleich zu einem klassischen Personenaufzug eine günstige Alternative für Rollstuhlfahrer und kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn das Treppenhaus nur wenig Platz bietet.

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Privataufzüge sind eine Hebevorrichtung für Güter und Personen. Sie bestehen aus einer Plattform, einem Antrieb, einem Trägersystem und mehreren Steuerungseinheiten. Baulich sehr ähnlich sind Hebebühnen, Plattformaufzüge und Hublifte. Körperbehinderte Menschen, die sich im Rollstuhl befinden, können mit diesen Hilfsmitteln ihren Alltag autonomer gestalten und sind in der Öffentlichkeit nicht mehr auf eine Pflegeperson angewiesen.

Aufzüge werden gewöhnlich in einem bauseitigen Schacht montiert, Privataufzüge dagegen in einem freistehenden Schachtgerüst. Es gibt jedoch auch andere Montage-Lösungen, wenn kein oder kein ausreichender Platz besteht. Die Firma Ascendor aus Österreich hat zum Beispiel ein Kabinenaufzug entwickelt, der an der Gebäudeaußenfassade installiert wird, von allen Seiten begehbar ist und keinen Schacht benötigt. Privataufzüge werden sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich montiert und können bei bestehenden Gebäuden problemlos nachgerüstet werden. Der Betrieb im Außenbereich ist in der Regel mit einem Schlüsselsystem gesichert, das vor einer unbefugten Nutzung schützt. Gesteuert werden Privataufzüge über Tastenschalter oder eine Funkfernbedienung in vielen Fällen aber nur per Totmannsteuerung.

Kosten und Preise von Privataufzügen

Anschaffungskosten

Ein Privataufzug ermöglicht einen barrierefreien Zugang oft ohne umfangreiche Umbaumaßnahmen des Wohnumfeldes. Er kann innerhalb kürzester Zeit installiert werden und ist in der Anschaffung günstiger als herkömmliche Seilaufzüge. Man sollte beim Kauf eines Privataufzugs mit Kosten von mindestens 15.000 Euro rechnen. Bei einem Einfamilienhaus mit 3 Etagen und größeren Umbaukosten können schnell Preise von bis zu 50.000 Euro entstehen. Wird der Aufzug für einen Rollstuhlfahrer installiert, können bis zu 4.000 Euro Zuschuss bei der Pflegeversicherung beantragt und geltend gemacht werden, wenn eine entsprechende Pflegestufe vorhanden ist.

Der Preis eines Privataufzugs hängt von verschiedenen Faktoren ab z.B. von der Belastbarkeit, von der Fahrgeschwindigkeit, von der Anzahl der Haltepunkte, von der Höhe des Aufzugschachtes, von der Art des Antriebs, vom Aufzugstyp und von der Optik. Privataufzüge mit runder und vollverglaster Fahrkabine sind verständlicherweise teurer als Privataufzüge mit klassischem Design. Die realen Anschaffungskosten lassen sich durch mehrere Kostenvoranschläge bei unterschiedlichen Lift-Herstellern -und Service-Anbietern sehr genau bestimmen. Eine unkalkulierbare Größe bleiben dagegen die Kosten für die erforderlichen Umbaumaßnahmen am Einfamilienhaus. Sind größere Decken -und Wanddurchbrüche im und am Einfamilienhaus notwendig, können zusätzliche Kosten entstehen, weil die Statik des Hauses durch einen Sachverständigen erneut geprüft werden muss. Die Preise für eine Statikprüfung sind wiederum von Architekt zu Architekt extrem unterschiedlich. Informieren Sie sich deshalb vor dem Kauf eines Privataufzugs über “alle” anfallenden Kosten und finanziellen Förderungen. Neben dem Pflegekostenzuschuss für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes, fördert die staatlich subventionierte KfW-Bank Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren mit günstigen Krediten bis zu 50.000 Euro.

Die Preise und Möglichkeiten zur Individualisierung eines Privataufzugs sind von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich. Pauschale Preisangaben wie einen Preis pro Etage oder Quadratmeter Kabinenfläche gibt es nicht. Generell kann man sagen, je höher ein Privataufzug ist und je mehr Gewicht er transportieren kann, umso teurer ist er. Pro Etage sollte man mit mindestens 20.000 Euro rechnen ohne Kosten für statische Gutachten und Umbauarbeiten. Ein Privataufzug, der außen an der Fassade angebracht wird, rund 15 Meter hoch ist, 2 Haltepunkte hat, sich über einen hydraulischen Antrieb bewegt und von einem Rollstuhlfahrer oder max. 4 Personen gleichzeitig genutzt werden kann, sollte mit Montage mindestens 40.000 Euro kosten. Die Anschaffung eines Privataufzugs ist kostenintensiv und sollte sorgfältig geplant werden. Mit einem Preisvergleich über aufzug24.net lässt sich viel Geld sparen. Sie erhalten bei einer Anfrage bis zu drei kostenlose und unverbindliche Angebote von Aufzug-Anbietern aus Ihrer Region, die Sie in Ruhe und ohne Risiko vergleichen können.

Preisunterschiede

Die Preise für Privataufzüge beginnen meist bei 15.000 Euro. Pro Etage sollte man Kostensteigerungen von 2.500 – 5.000 Euro einplanen. Senkrechtaufzüge sind immer deutlich teurer als Treppenlifte. Die Preisunterschiede zu Hubliften sind allerdings weniger groß. Der Preis eines Privataufzugs hängt im wesentlichen von der baulichen Situation, der Anzahl der Etagen und den Ansprüchen des Käufers hinsichtlich der Ausstattung ab. Eine Alternative ist der Kauf eines gebrauchten Aufzugs oder die Miete eines Privataufzugs.

Bei einer Montage im Außenbereich entstehen zusätzliche Kosten, da der Aufzug gegen Wind und Wetter geschützt werden muss. Der Korrosionsschutz umfasst dabei alle Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden, die durch Witterung an den metallischen Bauteilen hervorgerufen werden können. Im Allgemeinen sind das ein Dach auf dem Schachtgerüst und eine komplette Abdichtung innerhalb des Schachtes. Da eine absolute Korrosionsbeständigkeit nie erreicht werden kann, haben die Schutzmaßnahmen im wesentlichen zum Ziel, die Entstehung von Rost so weit zu verringern, dass eine Schädigung des Schachtgerüstes und Aufzugs während seiner Lebensdauer nicht entsteht.

Kosten für Instandhaltung

Privataufzüge sind emissionsarm, langlebig, leicht und platzsparend. Bei einem Privataufzug muss nur alle 15 Jahre ein Öl- und Dichtungswechsel vorgenommen werden. Das dafür benötigte Material ist frei erhältlich und kostet rund 100 Euro. Für die fachmännische Umsetzung des Öl -und Dichtungswechsels sollte man mit Kosten von ca. 1.500 Euro rechnen. Bei einem Seilaufzug muss durchschnittlich alle 10 Jahre ein Seil- und Scheibenwechsel vorgenommen werden. Die dafür benötigten Bauteile sind proprietär und mit Preisen von bis zu 1.000 Euro sehr teuer. Die Arbeitskosten für die Instandhaltung liegen bei ca. 10.000 Euro. In der Regel schließt man mit dem Lifthersteller, bei dem man den Privataufzug kauft, einen Teil- oder Vollwartungsvertrag ab, um die Instandhaltung für den Zeitraum von fünf oder zehn Jahren zu regeln. Die Kosten für die Wartung, Überprüfung, Reinigung, Schmierung, für Einstellarbeiten und den Austausch von Verschleißteilen wird dann meist pauschal geregelt.

Energiekosten

Die Energiekosten bei einem Privataufzug setzen sich aus dem Verbrauch während Fahrten und Standby-Zeiten zusammen. Für einen Privataufzug in einem Einfamilienhaus mit 4.000 Fahrten pro Jahr, d.h. zirka 11 Fahrten pro Tag sollte man mit Energiekosten von 600 kWh Standby-Strom und 600 kWh Fahrstrom rechnen. Bei einem Strompreis von 0.26 €/kWh entstehen so jährliche Kosten von ca. 312 Euro. Der Stromverbrauch bei Seilaufzügen ist insgesamt ähnlich hoch. Lifte in Einfamilienhäusern stehen zu 99 % der Zeit still, bei Fahrstühlen an Flughäfen und Bahnhöfen hingegen herrscht 365 Tage im Jahr Hochbetrieb. Die Energiekosten hängen also primär davon ab, wie stark der Privataufzug genutzt wird, ob der eingebaute Antrieb zur jeweiligen Nutzungssituation passt und wie hoch der Lift ist. In der Regel werden über 50 % des Stromverbrauchs bei allen Privataufzügen im Standby (Stillstand-Modus) verbraucht. Um Energiekosten zu sparen sollte man beim Kauf darauf achten, dass LED-Lampen statt Halogen- oder Glühlampen verbaut werden und eine Timerfunktionen für Beleuchtung und Elektronik existiert.

Unterschiede zwischen Personenaufzug und Privataufzug

Privataufzüge können in der Regel bis zu einer Last von 200 Kg mit einem einfachen Wechselstrom-Motor (Anschluss per normaler Steckdose) betrieben werden. Bei Lasten über 200 Kg werden sogenannte Drehstrommotoren verwendet, deren Installation und Betrieb kostenintensiver sind. Moderne Aufzüge im Privatbereich besitzen in den meisten Fällen einen Hydraulik -oder Spindelantrieb. Die Fläche der Aufzugsplattform ist standardisiert und geht in den meisten Fällen aber einer Größe von 1m x 80 cm los. Wenn der Lift für einen Rollstuhlfahrer geeignet sein soll muss die Größe mindestens 1m x 1,25 m betragen. Soll neben dem Rollstuhlfahrer eine Begleitperson in dem Aufzug Platz finden, muss die Größe mindestens 1,10 m x 1,40 m umfassen und eine Last von mindestens 630 kg transportieren können.

Damit jeder Rollstuhlfahrer sicher von A nach B transportiert wird, befinden sich in einem Privataufzug in der Regel mehrere Sicherheitssensoren, eine Lichtschranke, ein roter Stopp-Knopf, ein rutschfester Bodenbelag und eine Fangvorrichtung, die ein Abstürzen des Liftes verhindert. An den Sicherheitsbügeln kann sich der Rollstuhlfahrer im Ernstfall festhalten und mit dem Stopp-Knopf kann der Betrieb während einer Fahrt unterbrochen werden, bis Hilfe eintrifft. Zudem verhindern rutschfeste Bodenplatten eine unkontrollierte Bewegung des Rollstuhlfahrers. Moderne Privataufzüge besitzen zudem Sensoren, mit denen Objekte und Hindernisse unterhalb der Plattform oder Aufzugskabine erkannt werden können und die den Lift anschließend automatisch stoppen.

Privataufzüge werden häufig von Rollstuhlfahrern verwendet, weil sie benutzerfreundlich sind, eine ausreichend große Standfläche bieten, eine hohe Traglast aufweisen und kostengünstig sind. Sie sind rund 3mal günstiger als ein durchschnittlicher Personenaufzug und werden im Rahmen von Bemühungen zur Barrierefreiheit im Öffentlichen Raum an Bahnhöfen, in Schulen und Behörden installiert. Die meisten „Standard“-Privataufzüge sind nicht für Nutzer mit elektrischen Rollstühlen geeignet. Elektrische Rollstühle sind deutlich schwerer und benötigen eine größere Standfläche als Rollstühle mit Einhandantrieb.

Vor- und Nachteile eines Privataufzugs

Ein Privataufzug ist mit ca. 3mal geringeren Kosten deutlich günstiger als ein normaler Personenaufzug. Die Kosten eines durchschnittlichen Senkrechtlifts übersteigt er allerdings deutlich. In jedem Fall muss man einen fünfstelligen Kostenbetrag einkalkulieren. Die Preise für eine Etage beginnen ab 15.000 €, pro weiterer Etage sollte man mit Zusatzkosten von 5.000 Euro rechnen. Hinzu kommen ggf. weitere Kosten, die durch den Umbau am Einfamilienhaus verursacht werden. Ein Privataufzug und sein Schachtgerüst ist eine Maßanfertigung. Gewerblich werden sie gebraucht daher kaum verkauft und wenn, dann nur als generalüberholte Variante mit einer Gewährleistung von zwei Jahren. Die Preise beginnen hier ab 10.000 Euro. Wegen der vergleichsweise komplexen Montage und Wartung, ist es in den meisten Fällen nicht möglich, ein Privataufzug zu mieten. Die Kosten für Service und Wartung halten sich dafür allerdings in Grenzen. Verglichen mit einem konventionellen Personenaufzug sind die Folgekosten bei der Instandhaltung zudem deutlich günstiger. Auch der Energieverbrauch ist in den meisten Fällen geringer. Ein nicht unwesentlicher Faktor, denn 60% des Stroms verbraucht ein Aufzug im Standby-Modus.

Ein Privataufzug ist komfortabel. Er lässt sich so einfach bedienen wie ein normaler Aufzug und kann leicht in ein bestehendes Gebäude integriert werden. Seine Traglast und Größe ist deutlich höher als die eines Senkrechtlifts. Während ein durchschnittlicher Senkrechtlift eine maximale Tragfähigkeit von 300 Kilogramm hat, kann ein Privataufzug in der Regel ein Gewicht von 500 Kilogramm transportieren.

Wichtig beim Kauf ist immer auch die Frage: Verschlechtert sich eventuell der Zustand des Betroffenen in der Zukunft weiter? Kann die Großmutter die aktuell „nur“ auf einen Treppenlift angewiesen wäre, diesen auch noch in fünf Jahren bedienen? Ist damit zu rechnen, dass sie eventuell später auf einen Rollstuhl angewiesen ist? Zusammengefasst gesagt: Mit einem Privataufzug ist man immer auf der sicheren Seite, weil er Rollstuhllift und Lastenaufzug genutzt werden kann. Auf einem Treppenlift hingegen kann nur eine Person sitzend transportiert werden, die sich selbständig in den Lift setzen können muss.

Ein Privataufzug kann große elektrische Rollstühle und auch mehrere Personen transportieren. Er ist leicht und schnell zu montieren und erfordert kaum Umbauten am Haus, da er in ein selbsttragendes Schachtgerüst montiert wird. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr flexibel. Privataufzüge können sowohl außen als auch innen montiert werden und lassen sich optisch leicht anpassen z.B. mit einer Glasfront. Die meisten Aufzugsfirmen vertreiben Privataufzüge und Homelifte in Modulbauweise. Sie sind daher schnell lieferbar und zügig montiert. Auch Schachtgerüste sind modular erhältlich. Der Antrieb eines Privataufzugs erfordert einen elektrischen Anschluss, eine herkömmliche 230-Volt Wechselstrom-Steckdose reicht hierfür allerdings in der Regel aus.

Liste von Aufzugsfirmen und Herstellern

Nr.
Hersteller und Anbieter
1.Ango Reha Technik
2.HIRO LIFT
3.Lifta
4.Cama Aufzug GmbH
5.ThyssenKrupp
6.Frankenlifte
7.Leoba Aufzüge
8.Liftserv
9.Südlift

Installation und Montage

Ein Privataufzug kann sowohl im Innenbereich eines Einfamilienhauses als auch im Außenbereich installiert werden z.B. für den Zugang zur eigenen Terrasse oder dem Garten. Bei der Farbwahl bieten die meisten Hersteller eine große Gestaltungsfreiheit, so dass eine möglichst unauffällige Integration in das Wohnumfeld möglich ist. Privataufzüge kann man in allen möglichen Farben kaufen von Rot, über Schwarz bis hin zu Gold. Der Zugang zur Plattform kann in der Regel von mehreren Seiten aus erfolgen, auch ein Ein -und Ausstieg über Eck ist möglich. Diese Flexibilität ermöglicht für die Montage und Installation des Liftes eine relative freie Standortwahl innerhalb oder außerhalb des Einfamilienhauses.

Alternativen

Privataufzüge, sind auf die besonderen Bedürfnisse von Personen zugeschnitten ist, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Sie werden in ein bauseitigen Schacht oder in ein freistehendes Schachtgerüst fest installiert. Der Rollstuhl wird so mit dem Lift nach oben und unten transportiert. Privataufzüge können sowohl im Außen- als auch im Innenbereich montiert werden. Sie bieten bewegungseingeschränkten Menschen ein Maximum an Unabhängigkeit.

Alternativ bieten sich für Rollstuhlfahrer auch Treppenlifte, Plattformlifte, Treppenraupen und Treppensteiger an. Letztere Hilfsmittel sind so genannte Treppensteighilfen. Bei der Treppenraupe wird der Rollstuhl über eine Raupenkette gezogen. Konstruktionsbedingt funktioniert das jedoch nur an geraden Treppen. Ähnlich funktioniert ein Treppensteiger, jedoch ohne Raupenkette. Vorteil der beiden Alternativen: Sie sind mobil und erfordern keine aufwendige Installation im Haus. Nachteil: Die Handhabung ist unkomfortabler als bei einem Aufzug. Stark bewegungseingeschränkte Menschen benötigen eine Begleitperson.

Privataufzüge bei wenig Platz

Ein Privataufzug ist immer nur für eine eingeschränkte Anzahl von Benutzern vorgesehen. Er darf nur von Menschen genutzt werden, die in die Bedienung des Liftes eingewiesen sind. Hierzu wird der Aufzug in der Regel mit Schlüsselschaltern ausgerüstet. Somit wird sichergestellt, das der Privataufzug nur von berechtigten Personen mit Zugang zu einem Schlüssel genutzt werden kann.

Privataufzüge benötigen eine geringe Grubentiefe und Schachtkopfhöhe. Die Mindest-Grubentiefe beträgt oft nur bei 10 cm und die Schachtkopfhöhe 250 cm. Privataufzüge können entweder in einen bauseitigen Schacht eingebaut oder komplett mit einem Stahlschachtgerüst geliefert werden. Ihre Nutzlast ist begrenzt und beträgt oft nicht mehr als 500 – 800 kg. Die Kabinengröße ist im Idealfall rollstuhlgerecht und beträgt maximal 2 mal 2 Quadratmeter.

Ein Privataufzug nach Maschinenrichtlinie hat gegenüber einem herkömmlichen Aufzug nach Aufzugrichtlinie einige wenige Einschränkungen, aber auch wesentliche Vorteile. Aufgrund der geringen Größe lässt sich ein Privataufzug oft noch unter ungünstigsten Platzverhältnissen im oder am Einfamilienhaus realisieren. Die Förderhöhe von in Mehr -oder Einfamilienhäusern verbauten Aufzügen ist häufig auf 14m begrenzt. Privataufzüge sind in den meisten Fällen sogenannte Hydraulikaufzüge.

Mit und ohne Kabinentür

Privataufzüge werden mit Kabinentür (geschlossen) und ohne Kabinentür (offen) verkauft. Letztere Variante ist häufig günstiger in der Anschaffung, bringt jedoch auch einige Nachteile mit sich. Bei günstigen Privataufzügen ohne Kabinentür muss während der gesamten Fahrt der Etagenschalter gedrückt bleiben. Wird der Schalter für das entsprechende Stockwerk während der Fahrt losgelassen, stoppt der Aufzug unverzüglich. Ein sogenannter Implusbetrieb (einmal Taste drücken) wie man es von normalen Aufzügen her kennt, ist nur dann möglich, wenn die Aufzugskabine mit Türen ausgestattet ist. Der Verzicht auf Kabinentüren kann z.B. dann notwendig sein, wenn ein Einbau des Privataufzugs aus Platzgründen anders nicht möglich wäre. Die Fahrgeschwindigkeit der Kabine wird dann meist aus Sicherheitsgründen auf 0,15 m/s gedrosselt.

Kabinen ohne Tür sind aber nicht wirklich “offen” in dem Sinne d.h. der Fahrer kann zu keinem Zeitpunkt herunterfallen oder aus dem Lift stürzen. Die Fahreinheit eines Privataufzugs befindet sich in der Regel in einem verglasten Stahlschachtgerüst. Abgesehen von den offenen Zugängen hat die Aufzugskabine hohe Wände und eine Decke und ist damit geschlossen. Kabinen ohne Tür werden in der Regel mit einem Lichtgitter abgesichert. Der Privataufzug stoppt und die Fahrt wird unterbrochen, wenn ein Objekt z.B. eine Hand oder ein Fuß in den Erfassungsbereich der Lichtschranke kommt.

Größe der Aufzugskabine

Die Aufzugskabine wird in den meisten Fällen nach den individuellen Wünschen des Kunden hergestellt. Ihre Größe ist bei Homeliften nicht streng festgestellt und lässt sich auf die jeweiligen Platzverhältnisse vor Ort anpassen. Im Vergleich dazu haben Kabinen von Aufzügen nach der Aufzugsrichtlinie eine standardisierte Größe. Privataufzüge lassen sich also gestalten und sehr stark individualisieren. Der Zugang zu einem Privataufzug kann einseitig, zweiseitig oder sogar dreiseitig sein. Auch ein Zugang über Eck ist möglich, insofern es die Platzverhältnisse im oder am Einfamilienhaus nicht anders zulassen.

Die Größe eines Privataufzugs richtet sich also nach den Anforderungen des Kunden unter Berücksichtigung der Vorschriften und der technischen Umsetzbarkeit. Durch diese Anpassungsfähigkeit können bauliche Gegebenheiten optimal berücksichtigt werden. Das ist vor allem für den nachträglichen Einbau eines Privataufzugs wichtig. Neben den individualisierbaren Kabinenmaßen, sind die minimalen Anforderungen an die Schachtgrube und den Schachtkopf ein weiterer großer Vorteil eines Privataufzugs. Die Schachtgrube bezeichnet dabei den Platz unterhalb der untersten Haltestelle, der Schachtkopf dagegen den Platz ab der Fußbodenoberkante der obersten Haltestelle.

Grundausstattung

Zur Grundausstattung eines Privataufzugs gehört eine Aufzugskabine mit Seitenwänden und Decke, sowie deren Innenausstattung und einem Notfall-Telefon. Die Steuerung einschließlich Verteilerkasten ist entweder auf dem Kabinendach oder in der Schachtgrube untergebracht. Sie enthält ein Not-Stop-Taster, Riegelkurven, Flachbandkabel, ein Kabelbaum für die Schachtelektrik, Stockwerkschalter, Umgehungsschalter, Resetschalter, eine Notstrombatterie für den Notablaß, die Alarmfunktionalität und eine Notbeleuchtung.

Die Kabinentüren eines Privataufzugs sollten in der Standardausführung über einen Türdämpfer, eine Schließfeder, einen oder mehrere Türgriffe, eine Notentriegelung und eine elektromeachnische Türverriegelung verfügen. Zu den Sicherheitskomponenten eines Privataufzugs sollte ein Lichtgitter, mechanische Fangvorrichtungen, ein Rohrbruchventil, eine Notablaßvorrichtung, eine Handpumpe, eine automatische Notbeleuchtung in der Kabine, eine Alarmsirene und ein Notfall-Telefon gehören.

Für das öffnen von Türen ist es empfehlenswert einen elektrischen Drehtürantrieb verbauen zu lassen. Dieser öffnet die Aufzugtüren automatisch und sicher, wenn der Aufzug das entsprechende Stockwerk erreicht hat. Geschlossen wird der Privataufzug automatisch über eine Schließfeder oder einen Türschließer.

Modulare Schachtsysteme

Aufzüge spielen für die Bewältigung unseres Alltags eine wichtige Rolle. Nicht nur bei Neubauten sind sie ein elementarer Bestandteil des Wohnkonzepts, sondern auch bei der Modernisierung von bestehenden Gebäuden wie Mehr -oder Einfamilienfamilienhäusern. In Fällen, in denen kein Betonschacht vorhanden ist oder sich dieser nicht realisieren lässt, kann man mit modularen Schachtsystemen dennoch eine Lösung im Sinne der Barrierefreiheit erzielen.

Modulare Schachtsysteme sind selbsttragend. Sie lassen sich einfach einbauen, da alle Elemente zusammengeschraubt werden und kein Schweißen notwendig wird. So entsteht auch kein Schmutz durch Bohren oder dem Abtragen von Beton. Sie bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und lassen sich an jede Umgebung individuell anpassen. Eine Innen -oder Außenmontage bei bestehenden Gebäuden ist problemlos möglich.

Modulare Schachtsysteme bestehen aus verschiedenen Standard-Komponenten, die durch unterschiedliche Kombination den jeweiligen baulichen Anforderungen angepasst werden. Dies ermöglicht eine kosteneffiziente Herstellung, eine schnelle Montage und einen günstigen Preis ohne dabei die individuellen Wünsche eines Kunden außer Acht lassen zu müssen. Das Schachtsystem ist kein isolierter oder vollständig abgedichteter Baukörper. Bei der Montage im Außenbereich wird der Schacht in der Regel mit Silikon verschlossen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Eine andere Möglichkeit ist der nachträgliche Verschluss des Schachts mit einer Mauer (Außenbereich) oder das Verkleiden mit Rigipsplatten in Trockenbauweise (Innenbereich).

Zusätzliche Kosten beim Einbau eines Privataufzugs entstehen, wenn das Schachtsystem weiter als 1,5m vom Gebäude entfernt montiert werden soll. Hier muss dann eine individuelle Statikberechnung von der Aufzugsfirma oder einem Architekten vorgenommen werden, mit der die Sicherheit der Aufzugsanlage geprüft und bestätigt wird z.B. bei schlechten Wetter -und Windverhältnissen.

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