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Senkrechtlifte – Kosten & Preise vergleichen

Senkrechtlifte sind eine komfortable Alltagshilfe im Privatbereich. Sie ermöglichen bewegungseingeschränkten Menschen, Höhenunterschiede von mehreren Metern zu überwinden. Sie eignen sich für Rollstuhlfahrer, da sie eine große Plattform besitzen und eine hohe Traglast aufweisen. Senkrechtlifte sind im Vergleich zu klassischen Personenaufzügen günstig und können nachträglich in bestehende Wohngebäude eingebaut werden. Bei Förderhöhen unter zwei Metern sind Hubbühnen eine Alternative.

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Rollstuhlfahrer sind auf Treppensteighilfen angewiesen, um Stufen und Stockwerke in einem Einfamilienhaus zu überwinden. Voraussetzung ist dabei die Unterstützung einer Hilfsperson oder des Pflegepersonals. Eine technische Lösung, die ein Rollstuhlfahrer selbständig nutzen und bedienen kann, ist der Senkrechtlift. Private Senkrechtlifte können nachträglich in ein Einfamilienhaus eingebaut werden und bieten Sicherheit und Komfort bei der Überwindung von Hindernissen. Sie können im Innenbereich mittels Deckendurchbruch und im Außenbereich mittels Wanddurchbruch montiert werden. Senkrechtlifte sind die einfachste technische Lösung, um eine pflegebedürftige Personen über mehrere Etagen zu transportieren. Die Kosten eines privaten Senkrechtlifts sind deutlich niedriger als die eines klassischen Aufzugs.

Kosten und Preise von Senkrechtliften

Anschaffungskosten

Ein Senkrechtlift ermöglicht einen barrierefreien Zugang oft ohne umfangreiche Umbaumaßnahmen des Wohnumfeldes. Er kann innerhalb kürzester Zeit installiert werden und ist in der Anschaffung günstiger als herkömmliche Seilaufzüge. Man sollte beim Kauf eines Senkrechtlifts mit Kosten von mindestens 20.000 Euro rechnen. Bei einem Einfamilienhaus mit 3 Etagen und größeren Umbaukosten können schnell Preise von bis zu 40.000 Euro entstehen. Wird der Aufzug für einen Rollstuhlfahrer installiert, können bis zu 4.000 Euro Zuschuss bei der Pflegeversicherung beantragt und geltend gemacht werden, wenn eine entsprechende Pflegestufe vorhanden ist.

Der Preis eines Senkrechtlifts hängt von verschiedenen Faktoren ab z.B. von der Belastbarkeit, von der Fahrgeschwindigkeit, von der Anzahl der Haltepunkte, von der Höhe des Aufzugschachtes, von der Art des Antriebs, vom Aufzugstyp und von der Optik. Senkrechtlifte mit runder und vollverglaster Fahrkabine sind verständlicherweise teurer als Senkrechtlifte mit klassischem Design. Die realen Anschaffungskosten lassen sich durch mehrere Kostenvoranschläge bei unterschiedlichen Lift-Herstellern -und Service-Anbietern sehr genau bestimmen. Eine unkalkulierbare Größe bleiben dagegen die Kosten für die erforderlichen Umbaumaßnahmen am Einfamilienhaus. Sind größere Decken -und Wanddurchbrüche im und am Einfamilienhaus notwendig, können zusätzliche Kosten entstehen, weil die Statik des Hauses durch einen Sachverständigen erneut geprüft werden muss. Die Preise für eine Statikprüfung sind wiederum von Architekt zu Architekt extrem unterschiedlich. Informieren Sie sich deshalb vor dem Kauf eines Senkrechtlifts über „alle“ anfallenden Kosten und finanziellen Förderungen. Neben dem Pflegekostenzuschuss für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes, fördert die staatlich subventionierte KfW-Bank Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren mit günstigen Krediten bis zu 50.000 Euro.

Die Preise und Möglichkeiten zur Individualisierung eines Senkrechtlifts sind von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich. Pauschale Preisangaben wie einen Preis pro Etage oder Quadratmeter Kabinenfläche gibt es nicht. Generell kann man sagen, je höher ein Senkrechtlift ist und je mehr Gewicht er transportieren kann, umso teurer ist er. Pro Etage sollte man mit mindestens 20.000 Euro rechnen ohne Kosten für statische Gutachten und Umbauarbeiten. Ein Senkrechtlift, der außen an der Fassade angebracht wird, rund 15 Meter hoch ist, 2 Haltepunkte hat, sich über einen hydraulischen Antrieb bewegt und von einem Rollstuhlfahrer oder max. 4 Personen gleichzeitig genutzt werden kann, sollte mit Montage mindestens 40.000 Euro kosten. Die Anschaffung eines Senkrechtlifts ist kostenintensiv und sollte sorgfältig geplant werden. Mit einem Preisvergleich über aufzug24.net lässt sich viel Geld sparen. Sie erhalten bei einer Anfrage bis zu drei kostenlose und unverbindliche Angebote von Aufzug-Anbietern aus Ihrer Region, die Sie in Ruhe und ohne Risiko vergleichen können

Preisunterschiede

Senkrechtlifte, Homelifte und Privataufzüge sind für den Einsatz in Einfamilienhäusern konstruiert und erfordern jedoch hohe Investitionen. Die tatsächlichen Kosten unterscheiden sich von Fall zu Fall deutlich. Der Einbau ist immer auch eine Individualanfertigung. Käufer können viele Ausstattungsmerkmale und die Fassadenoptik frei wählen. Aber auch Sicherheitskomponenten können je nach Wunsch erweitert und hinzugebucht werden. So können Senkrechtlifte zum Beispiel mit einem automatischen Notrufsystem und einem Zwei-Wege Kommunikationssystem ausgestattet werden.

Pauschalpreise gibt es nicht. Die Kosten hängen im wesentlichen von der Anzahl der Etagen, von der Ausstattung und von der Montagezeit ab. Je mehr Stockwerke, je länger die Montagezeit und je mehr Ausstattung umso teurer der Aufzug. Die Preise beginnen in der Regel bei mindestens 15.000 Euro und umfassen eine einfache Ausstattung mit zwei Haltestellen. Pro weiterer Etage sollte man mit Zusatzkosten von 5.000 Euro rechnen. Ein fünfstelliges Budget muss man beim Kauf in jedem Fall einkalkulieren. Hinzu kommt, dass Senkrechtlifte nur sehr selten gebraucht oder zur Miete angeboten werden.

Kosten für Instandhaltung

Senkrechtlifte sind emissionsarm, langlebig, leicht und platzsparend. Bei einem Senkrechtlift muss nur alle 15 Jahre ein Öl- und Dichtungswechsel vorgenommen werden. Das dafür benötigte Material ist frei erhältlich und kostet rund 100 Euro. Für die fachmännische Umsetzung des Öl -und Dichtungswechsels sollte man mit Kosten von ca. 1.500 Euro rechnen. Bei einem Seilaufzug muss durchschnittlich alle 10 Jahre ein Seil- und Scheibenwechsel vorgenommen werden. Die dafür benötigten Bauteile sind proprietär und mit Preisen von bis zu 1.000 Euro sehr teuer. Die Arbeitskosten für die Instandhaltung liegen bei ca. 10.000 Euro. In der Regel schließt man mit dem Lifthersteller, bei dem man den Senkrechtlift kauft, einen Teil- oder Vollwartungsvertrag ab, um die Instandhaltung für den Zeitraum von fünf oder zehn Jahren zu regeln. Die Kosten für die Wartung, Überprüfung, Reinigung, Schmierung, für Einstellarbeiten und den Austausch von Verschleißteilen wird dann meist pauschal geregelt.

Energiekosten

Die Energiekosten bei einem Senkrechtlift setzen sich aus dem Verbrauch während Fahrten und Standby-Zeiten zusammen. Für einen Senkrechtlift in einem Einfamilienhaus mit 4.000 Fahrten pro Jahr, d.h. zirka 11 Fahrten pro Tag sollte man mit Energiekosten von 600 kWh Standby-Strom und 600 kWh Fahrstrom rechnen. Bei einem Strompreis von 0.26 €/kWh entstehen so jährliche Kosten von ca. 312 Euro. Der Stromverbrauch bei Seilaufzügen ist insgesamt ähnlich hoch. Lifte in Einfamilienhäusern stehen zu 99 % der Zeit still, bei Fahrstühlen an Flughäfen und Bahnhöfen hingegen herrscht 365 Tage im Jahr Hochbetrieb. Die Energiekosten hängen also primär davon ab, wie stark der Senkrechtlift genutzt wird, ob der eingebaute Antrieb zur jeweiligen Nutzungssituation passt und wie hoch der Lift ist. In der Regel werden über 50 % des Stromverbrauchs bei allen Senkrechtliften im Standby (Stillstand-Modus) verbraucht. Um Energiekosten zu sparen sollte man beim Kauf darauf achten, dass LED-Lampen statt Halogen- oder Glühlampen verbaut werden und eine Timerfunktionen für Beleuchtung und Elektronik existiert.

Unterschiede zwischen Senkrechtlift und Personenaufzug

Senkrechtlifte funktionieren wie klassische Personenaufzüge, nur mit Totmannsteuerung und ohne Aufzugskabine. Der Transport erfolgt nicht wie bei Schrägaufzügen entlang einer Treppe, sondern in der Senkrechten. Der Benutzer steht auf einer Plattform, die durch einen elektrischen Antrieb mit Hausstrom nach oben oder unten transportiert wird. Von Personenaufzügen unterscheiden sich Senkrechtlifte in mehreren Punkten. Sie sind leicht nachrüstbar und werden in einem freistehenden Schachtgerüst eingebaut. Klassische Aufzüge werden dagegen meist in einem bauseitigen Schacht mit einer Aufzugskabine angebracht. Sie müssen eine Vielzahl von gesetzlichen Bestimmungen erfüllen.  So muss der Aufzug vor der ersten Inbetriebnahme vom TÜV abgenommen und später regelmäßig von einer Zulassungsstelle geprüft werden, wenn die Förderhöhe die Grenze von drei Metern überschreitet. Senkrechtlifte können dagegen besonders platzsparend montiert werden und sind wesentlich günstiger bei der Wartung und Instandhaltung.

Ein gemauerter oder bauseitiger Schacht ist bei Senkrechtliften oft nicht nötig. Soll der Lift im Innenbereich installiert werden, reicht oft ein Deckendurchbruch in einem Zimmer. Der elektrische Antrieb und die gesamte Steuerung können in den freistehenden Schacht integriert werden. Die Installation braucht also keinen Maschinenraum, keine Schachtgrube oder Schachtkopf und nimmt kaum Platz weg. Senkrechtlifte sind für Privathäuser konstruiert und werden meist in Zwei -oder Einfamilienhäusern eingebaut. Die Stromversorgung erfolgt im Regelfall mittels Hausstrom über eine herkömmliche Steckdose. Aufwendige Verkabelungen, Leitungen oder ein eigener Stromkreislauf werden so vermieden. Im Vergleich zu klassischen Personenaufzügen ist der Aufwand durch rechtliche Vorschriften und die erforderliche Wartung wesentlich geringer. Der Betrieb eines Senkrechtlifts ist daher deutlich günstiger als der eines Personenaufzugs.

Einsatzbereiche von Senkrechtliften

Senkrechtlifte sind sehr flexibel und werden heutzutage häufig zusammen mit einem modularen Schachtsystem verkauft. Die meisten Aufzugsfirmen bieten also eine Art Baukasten-System an. Mit dem modularen Baukasten können sich Käufer einen individuellen Plattformaufzug schnell zusammenstellen lassen und dabei Ausstattung, Optik und Förderhöhe leicht anpassen. Der Hersteller kann durch die modulare Bauweise die exakte Höhe der einzelnen Haltestellen leicht umsetzen ohne Bauteile separat anfertigen zu müssen. Dadurch verringert sich nicht nur die Lieferzeit des Aufzugs, sondern auch die Montagezeit. Die bauliche Integration des Senkrechtlifts in das individuelle Wohnumfeld wird wesentlich erleichtert. Der Aufzug kann so jeder baulichen Situation gerecht werden.

Senkrechtlifte können direkt an der Außenwand oder freistehend aufgebaut werden. Der Zugang ist über Eck oder als 1, 2, 3-seitiger Durchgang möglich. Hochwertige Materialien und eine Glasfassade sorgen dafür, dass man sich mit dem Lift auch im Innern eines Einfamilienhauses wohl fühlt. Senkrechtlifte können problemlos mehrere Stockwerke in einem Mehrfamilienhaus oder einem öffentlichen Gebäude miteinander verbinden. In der Regel ist eine maximale Förderhöhe von 6 Etagen oder 13 Höhenmetern möglich. Ab einer Förderhöhe von über 3 Metern muss der Aufzug regelmäßig vom TÜV oder einer anderen Zulassungsstelle geprüft und von dieser abgenommen werden.

Senkrechtlifte für Rollstuhlfahrer

Private Senkrechtlifte kommen häufig zum Einsatz, wenn ein Rollstuhlfahrer befördert werden muss. Die Größe der Plattform und die Traglast des Aufzugs kann an den Typ des Rollstuhls angepasst werden. So können auch große und schwere elektrische Rollstühle problemlos transportiert werden. Die hohe Tragfähigkeit von bis zu 600 kg sorgt dafür, dass Senkrechtlifte auch mit schweren Elektrorollstühlen und einer Hilfsperson genutzt werden können. Senkrechtlifte benötigen heutzutage keinen Maschinenraum und keine Schachtgrube mehr. Sie bieten Rollstuhlfahrern so ein Maximum an Komfort. Die Plattform ist leicht zu erreichen und ein Umsetzen entfällt völlig.

Senkrechtlifte, Homelifte und Privataufzüge eignen sich jedoch nicht nur für Rollstuhlfahrer. Sie können auch von anderen Personen problemlos genutzt werden. Die meisten Modelle lassen sich mit Sitzgelegenheiten in Form von Klappsitzen ausrüsten. Mittels Schlüsselschalter kann der Aufzug vor einer unbefugten Nutzung durch Dritte geschützt werden. Durch die Größe und hohe Tragfähigkeit können auch Lasten – wie Gepäck, Einkäufe, Kinderwagen oder Möbel – problemlos transportiert werden.

Eine spezielle Form von Senkrechtliften im Außenbereich sind Hubaufzüge. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn die Höhe, die überwunden werden muss, sehr klein und geringer als zwei Meter ist. Solche Lifte benötigen keinen Schacht und bestehen aus einer offenen Plattform, die sich nach oben und unten bewegt. Hubaufzüge eignen sich zur Überwindung geringer Höhenunterschiede von wenigen Stufen und sind speziell für Rollstuhlfahrer konstruiert.  Sie besitzen eine sehr hohe Tragfähigkeit und sind sehr leicht nachrüstbar. Bauliche Veränderungen sind in der Regel nicht nötig. Die Montage dauert häufig nur wenige Stunden. Auch die Kosten sind deutlich geringer und liegen unter 10.000 Euro.

Senkrechtlifte bei wenig Platz

Ein Senkrechtlift ist immer nur für eine eingeschränkte Anzahl von Benutzern vorgesehen. Er darf nur von Menschen genutzt werden, die in die Bedienung des Liftes eingewiesen sind. Hierzu wird der Aufzug in der Regel mit Schlüsselschaltern ausgerüstet. Somit wird sichergestellt, das der Senkrechtlift nur von berechtigten Personen mit Zugang zu einem Schlüssel genutzt werden kann.

Senkrechtlifte benötigen eine geringe Grubentiefe und Schachtkopfhöhe. Die Mindest-Grubentiefe beträgt oft nur bei 10 cm und die Schachtkopfhöhe 250 cm. Senkrechtlifte können entweder in einen bauseitigen Schacht eingebaut oder komplett mit einem Stahlschachtgerüst geliefert werden. Ihre Nutzlast ist begrenzt und beträgt oft nicht mehr als 500 – 800 kg. Die Kabinengröße ist im Idealfall rollstuhlgerecht und beträgt maximal 2 mal 2 Quadratmeter.

Ein Senkrechtlift nach Maschinenrichtlinie hat gegenüber einem herkömmlichen Aufzug nach Aufzugrichtlinie einige wenige Einschränkungen, aber auch wesentliche Vorteile. Aufgrund der geringen Größe lässt sich ein Senkrechtlift oft noch unter ungünstigsten Platzverhältnissen im oder am Einfamilienhaus realisieren. Die Förderhöhe von in Mehr -oder Einfamilienhäusern verbauten Aufzügen ist häufig auf 14m begrenzt. Senkrechtlifte sind in den meisten Fällen sogenannte Hydraulikaufzüge.

Mit und ohne Kabinentür

Senkrechtlifte werden mit Kabinentür (geschlossen) und ohne Kabinentür (offen) verkauft. Letztere Variante ist häufig günstiger in der Anschaffung, bringt jedoch auch einige Nachteile mit sich. Bei günstigen Senkrechtliften ohne Kabinentür muss während der gesamten Fahrt der Etagenschalter gedrückt bleiben. Wird der Schalter für das entsprechende Stockwerk während der Fahrt losgelassen, stoppt der Aufzug unverzüglich. Ein sogenannter Implusbetrieb (einmal Taste drücken) wie man es von normalen Aufzügen her kennt, ist nur dann möglich, wenn die Aufzugskabine mit Türen ausgestattet ist. Der Verzicht auf Kabinentüren kann z.B. dann notwendig sein, wenn ein Einbau des Senkrechtliftes aus Platzgründen anders nicht möglich wäre. Die Fahrgeschwindigkeit der Kabine wird dann meist aus Sicherheitsgründen auf 0,15 m/s gedrosselt.

Kabinen ohne Tür sind aber nicht wirklich “offen” in dem Sinne d.h. der Fahrer kann zu keinem Zeitpunkt herunterfallen oder aus dem Lift stürzen. Die Fahreinheit eines Senkrechtliftes befindet sich in der Regel in einem verglasten Stahlschachtgerüst. Abgesehen von den offenen Zugängen hat die Aufzugskabine hohe Wände und eine Decke und ist damit geschlossen. Kabinen ohne Tür werden in der Regel mit einem Lichtgitter abgesichert. Der Senkrechtlift stoppt und die Fahrt wird unterbrochen, wenn ein Objekt z.B. eine Hand oder ein Fuß in den Erfassungsbereich der Lichtschranke kommt.

Größe der Aufzugskabine

Die Aufzugskabine wird in den meisten Fällen nach den individuellen Wünschen des Kunden hergestellt. Ihre Größe ist bei Homeliften nicht streng festgestellt und lässt sich auf die jeweiligen Platzverhältnisse vor Ort anpassen. Im Vergleich dazu haben Kabinen von Aufzügen nach der Aufzugsrichtlinie eine standardisierte Größe. Senkrechtlifte lassen sich also gestalten und sehr stark individualisieren. Der Zugang zu einem Senkrechtlift kann einseitig, zweiseitig oder sogar dreiseitig sein. Auch ein Zugang über Eck ist möglich, insofern es die Platzverhältnisse im oder am Einfamilienhaus nicht anders zulassen.

Die Größe eines Senkrechtliftes richtet sich also nach den Anforderungen des Kunden unter Berücksichtigung der Vorschriften und der technischen Umsetzbarkeit. Durch diese Anpassungsfähigkeit können bauliche Gegebenheiten optimal berücksichtigt werden. Das ist vor allem für den nachträglichen Einbau eines Senkrechtliftes wichtig. Neben den individualisierbaren Kabinenmaßen, sind die minimalen Anforderungen an die Schachtgrube und den Schachtkopf ein weiterer großer Vorteil eines Senkrechtliftes. Die Schachtgrube bezeichnet dabei den Platz unterhalb der untersten Haltestelle, der Schachtkopf dagegen den Platz ab der Fußbodenoberkante der obersten Haltestelle.

Grundausstattung

Zur Grundausstattung eines Privataufzugs gehört eine Aufzugskabine mit Seitenwänden und Decke, sowie deren Innenausstattung und einem Notfall-Telefon. Die Steuerung einschließlich Verteilerkasten ist entweder auf dem Kabinendach oder in der Schachtgrube untergebracht. Sie enthält ein Not-Stop-Taster, Riegelkurven, Flachbandkabel, ein Kabelbaum für die Schachtelektrik, Stockwerkschalter, Umgehungsschalter, Resetschalter, eine Notstrombatterie für den Notablaß, die Alarmfunktionalität und eine Notbeleuchtung.

Die Kabinentüren eines Senkrechtliftes sollten in der Standardausführung über einen Türdämpfer, eine Schließfeder, einen oder mehrere Türgriffe, eine Notentriegelung und eine elektromeachnische Türverriegelung verfügen. Zu den Sicherheitskomponenten eines Senkrechtliftes sollte ein Lichtgitter, mechanische Fangvorrichtungen, ein Rohrbruchventil, eine Notablaßvorrichtung, eine Handpumpe, eine automatische Notbeleuchtung in der Kabine, eine Alarmsirene und ein Notfall-Telefon gehören.

Für das öffnen von Türen ist es empfehlenswert einen elektrischen Drehtürantrieb verbauen zu lassen. Dieser öffnet die Aufzugtüren automatisch und sicher, wenn der Aufzug das entsprechende Stockwerk erreicht hat. Geschlossen wird der Senkrechtlift automatisch über eine Schließfeder oder einen Türschließer.

Modulare Schachtsysteme

Aufzüge spielen für die Bewältigung unseres Alltags eine wichtige Rolle. Nicht nur bei Neubauten sind sie ein elementarer Bestandteil des Wohnkonzepts, sondern auch bei der Modernisierung von bestehenden Gebäuden wie Mehr -oder Einfamilienfamilienhäusern. In Fällen, in denen kein Betonschacht vorhanden ist oder sich dieser nicht realisieren lässt, kann man mit modularen Schachtsystemen dennoch eine Lösung im Sinne der Barrierefreiheit erzielen.

Modulare Schachtsysteme sind selbsttragend. Sie lassen sich einfach einbauen, da alle Elemente zusammengeschraubt werden und kein Schweißen notwendig wird. So entsteht auch kein Schmutz durch Bohren oder dem Abtragen von Beton. Sie bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und lassen sich an jede Umgebung individuell anpassen. Eine Innen -oder Außenmontage bei bestehenden Gebäuden ist problemlos möglich.

Modulare Schachtsysteme bestehen aus verschiedenen Standard-Komponenten, die durch unterschiedliche Kombination den jeweiligen baulichen Anforderungen angepasst werden. Dies ermöglicht eine kosteneffiziente Herstellung, eine schnelle Montage und einen günstigen Preis ohne dabei die individuellen Wünsche eines Kunden außer Acht lassen zu müssen. Das Schachtsystem ist kein isolierter oder vollständig abgedichteter Baukörper. Bei
der Montage im Außenbereich wird der Schacht in der Regel mit Silikon verschlossen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Eine andere Möglichkeit ist der nachträgliche Verschluss des Schachts mit einer Mauer (Außenbereich) oder das Verkleiden mit Rigipsplatten in Trockenbauweise (Innenbereich).

Zusätzliche Kosten beim Einbau eines Senkrechtliftes entstehen, wenn das Schachtsystem weiter als 1,5m vom Gebäude entfernt montiert werden soll. Hier muss dann eine individuelle Statikberechnung von der Aufzugsfirma oder einem Architekten vorgenommen werden, mit der die Sicherheit der Aufzugsanlage geprüft und bestätigt wird z.B. bei schlechten Wetter -und Windverhältnissen.

Vor- und Nachteile von Senkrechtliften

Ein Senkrechtlift ist mit ca. 3mal geringeren Kosten deutlich günstiger als ein normaler Personenaufzug. Die Kosten eines durchschnittlichen Hubliftes übersteigt er allerdings deutlich. In jedem Fall muss man einen fünfstelligen Kostenbetrag einkalkulieren. Die Preise für eine Etage beginnen ab 15.000 €, pro weiterer Etage sollte man mit Zusatzkosten von 5.000 Euro rechnen. Hinzu kommen ggf. weitere Kosten, die durch den Umbau am Einfamilienhaus verursacht werden. Ein Senkrechtlift und sein Schachtgerüst ist eine Maßanfertigung. Gewerblich werden sie gebraucht daher kaum verkauft und wenn, dann nur als generalüberholte Variante mit einer Gewährleistung von zwei Jahren. Die Preise beginnen hier ab 10.000 Euro. Wegen der vergleichsweise komplexen Montage und Wartung, ist es in den meisten Fällen nicht möglich, ein Senkrechtlift zu mieten. Die Kosten für Service und Wartung halten sich dafür allerdings in Grenzen. Verglichen mit einem konventionellen Personenaufzug sind die Folgekosten bei der Instandhaltung zudem deutlich günstiger. Auch der Energieverbrauch ist in den meisten Fällen geringer. Ein nicht unwesentlicher Faktor, denn 60% des Stroms verbraucht ein Aufzug im Standby-Modus.

Ein Senkrechtlift ist komfortabel. Er lässt sich so einfach bedienen wie ein normaler Aufzug und kann leicht in ein bestehendes Gebäude integriert werden. Seine Traglast und Größe ist deutlich höher als die eines Hubliftes. Während ein durchschnittlicher Hublift eine maximale Tragfähigkeit von 300 Kilogramm hat, kann ein Senkrechtlift in der Regel ein Gewicht von 500 Kilogramm transportieren.

Wichtig beim Kauf ist immer auch die Frage: Verschlechtert sich eventuell der Zustand des Betroffenen in der Zukunft weiter? Kann die Großmutter die aktuell „nur“ auf einen Treppenlift angewiesen wäre, diesen auch noch in fünf Jahren bedienen? Ist damit zu rechnen, dass sie eventuell später auf einen Rollstuhl angewiesen ist? Zusammengefasst gesagt: Mit einem Senkrechtlift ist man immer auf der sicheren Seite, weil er Rollstuhllift und Lastenaufzug genutzt werden kann. Auf einem Treppenlift hingegen kann nur eine Person sitzend transportiert werden, die sich selbständig in den Lift setzen können muss.

Ein Senkrechtlift kann große elektrische Rollstühle und auch mehrere Personen transportieren. Er ist leicht und schnell zu montieren und erfordert kaum Umbauten am Haus, da er in ein selbsttragendes Schachtgerüst montiert wird. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr flexibel. Senkrechtlifte können sowohl außen als auch innen montiert werden und lassen sich optisch leicht anpassen z.B. mit einer Glasfront. Die meisten Aufzugsfirmen vertreiben Senkrechtlifte und Senkrechtlifte in Modulbauweise. Sie sind daher schnell lieferbar und zügig montiert. Auch Schachtgerüste sind modular erhältlich. Der Antrieb eines Senkrechtlifts erfordert einen elektrischen Anschluss, eine herkömmliche 230-Volt Wechselstrom-Steckdose reicht hierfür allerdings in der Regel aus.

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7 Kommentare
  1. Birgit Adam schriebam 21 Mai 2012 um 21:06

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir planen ein altes Haus zu kaufen. Um zu wissen, ob unser Budget hierzu reicht, benötigen wir eine ca. Preisvorstellung für einen Senkrechtlift über eine Etage (3m) in einfacher Ausführung.
    Können Sie uns hierfür Anhaltspunkte/Eckdaten nennen, damit wir eine ungefähre preisliche Vorstellung haben?

    Das würde uns wirklich sehr helfen

    Mit freundlichem Gruß
    Birgit Adam

  2. gangfuß schriebam 30 Juli 2012 um 22:43

    ich habe einen hetek BLM senkrechtlift zu verkaufen, hubhöhe 1m, tragkraft 225kg
    grader ein-ausstieg, ca. 3jahre alt, stromversorgung 230V, 10A
    besteht interesse an diesen lift ?

    mit freundlichen grüßen
    gangfuß

  3. Josef Steinbach schriebam 12 August 2012 um 15:05

    habe Interesse an einem freistehenden Senkrechtlift an einem Hanggrundstück
    Danke!

  4. Planungsatelier Sigl schriebam 4 September 2012 um 16:25

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    bitte senden sie uns ausführliche Unterlagen über Senkrechtlifte zu.
    Vielen Dank !
    b.sigl

  5. Joachim Schwarz schriebam 22 September 2012 um 19:33

    Ich möchte einen Hublift in einen Hausanbau einbauen.

    Fahrschacht: Breite 160 cm x Tiefe 120 cm x Höhe ca 350cm
    Sohle: ca 25 cm unter Fußboden EG (Gebäudezugang)
    Oberteil OG muss noch umgebaut werden. Bis auf eine Höhe von ca. 310 cm vorhanden.
    Zu- und Ausfahrt gegenüberliegend.

    Fragen:
    realisierbar? Montagebedingung? Lieferzeit? Preise? gebraucht?

  6. Elsmarie Scheid schriebam 7 Oktober 2012 um 17:25

    Ich interessiere mich für einen Hublift bzw.Senkrechtlift für außen Hubhöhe 3m, ohne Schacht für einen Elektrorollstuhl

  7. Dimitri Werwein schriebam 23 Mai 2013 um 10:58

    Wir benötigen einen kleinen Senkrechtlift im Innenbereich.

    Die Schachtgröße ist 1,45×1,60m die Förderhöhe 3,26m.

    Da der Auftrag Anfang nächster Woche vergeben werden soll benötigen wir schnellstmöglich ein Angebot.

    Vielen Dank
    Dimitri Werwein

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