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Plattformaufzug – Kosten & Preise vergleichen

Plattformaufzüge werden meist von Rollstuhlfahrern benutzt und kommen ohne klassische Aufzugskabine aus. Sie bestehen aus einer flachen Stahl-Aluminium Plattform, die sich in einem selbsttragenden Schachtgerüst bewegt. Solche Aufzüge sind im Gewicht wesentlich leichter, schneller zu montieren und deutlich günstiger als klassische Personenaufzüge.

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Plattformaufzüge sind eine Abwandlung des Homeliftes und wurden als Alternative zu klassischen Aufzügen entwickelt. Ein wichtiger Unterschied ist die Totmannsteuerung, bei der der Benutzer den Fahrtaster während der Fahrt ununterbrochen halten muss. Die Lifte lassen sich also nicht wie klassische Aufzüge steuern, indem man einmal nach dem Einstieg auf eine Taste drückt. Auch die Geschwindigkeit ist in der Regel auf maximal 0,15 Meter pro Sekunde gedrosselt. Dafür gibt es für diese Art von Aufzügen weniger Regularien, Gesetze und Richtlinien, die eingehalten werden müssen.

Plattformaufzüge werden in den meisten Fällen nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG hergestellt und geprüft. Als Antrieb wird oft ein frequenzgeregelter Spindelantrieb oder Hydraulikantrieb verwendet. Ausschlaggebend für den Kauf ist der günstige Preis. Während Personenaufzüge ab einem Preis von mindestens 20.000 Euro anfangen und durch Wartung und Instandhaltung hohe Folgekosten verursachen können, sind Plattformaufzüge im Vergleich relativ günstig. Das liegt auch an den geringen Ausmaßen und Materialaufwendungen, die für einen solchen Aufzug benötigt werden. Zur Montage sind nur geringe Schachtgrubentiefen und Schachtkopfhöhen, sowie kleine Grundrissabmessungen notwendig. Plattformaufzüge werden zusammen mit einem freitragenden Stahlschachtgerüst, welches auch verglast sein kann, installiert. Mit einem entsprechenden Korrossionsschutz (Dach und Abdichtung) sind die Aufzüge auch im Außenbereich einsetzbar.

Kosten und Preise von Plattformaufzügen

Anschaffungskosten

Ein Plattformaufzug ermöglicht einen barrierefreien Zugang oft ohne umfangreiche Umbaumaßnahmen des Wohnumfeldes. Er kann innerhalb kürzester Zeit installiert werden und ist in der Anschaffung günstiger als herkömmliche Seilaufzüge. Man sollte beim Kauf eines Plattformaufzugs mit Kosten von mindestens 20.000 Euro rechnen. Bei einem Einfamilienhaus mit 3 Etagen und größeren Umbaukosten können schnell Preise von bis zu 50.000 Euro entstehen. Wird der Aufzug für einen Rollstuhlfahrer installiert, können bis zu 4.000 Euro Zuschuss bei der Pflegeversicherung beantragt und geltend gemacht werden, wenn eine entsprechende Pflegestufe vorhanden ist.

Der Preis eines Plattformaufzugs hängt von verschiedenen Faktoren ab z.B. von der Belastbarkeit, von der Fahrgeschwindigkeit, von der Anzahl der Haltepunkte, von der Höhe des Aufzugschachtes, von der Art des Antriebs, vom Aufzugstyp und von der Optik. Plattformaufzüge mit runder und vollverglaster Fahrkabine sind verständlicherweise teurer als Plattformaufzüge mit klassischem Design. Die realen Anschaffungskosten lassen sich durch mehrere Kostenvoranschläge bei unterschiedlichen Lift-Herstellern -und Service-Anbietern sehr genau bestimmen. Eine unkalkulierbare Größe bleiben dagegen die Kosten für die erforderlichen Umbaumaßnahmen am Einfamilienhaus. Sind größere Decken -und Wanddurchbrüche im und am Einfamilienhaus notwendig, können zusätzliche Kosten entstehen, weil die Statik des Hauses durch einen Sachverständigen erneut geprüft werden muss. Die Preise für eine Statikprüfung sind wiederum von Architekt zu Architekt extrem unterschiedlich. Informieren Sie sich deshalb vor dem Kauf eines Plattformaufzugs über “alle” anfallenden Kosten und finanziellen Förderungen. Neben dem Pflegekostenzuschuss für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes, fördert die staatlich subventionierte KfW-Bank Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren mit günstigen Krediten bis zu 50.000 Euro.

Die Preise und Möglichkeiten zur Individualisierung eines Plattformaufzugs sind von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich. Pauschale Preisangaben wie einen Preis pro Etage oder Quadratmeter Kabinenfläche gibt es nicht. Generell kann man sagen, je höher ein Plattformaufzug ist und je mehr Gewicht er transportieren kann, umso teurer ist er. Pro Etage sollte man mit mindestens 20.000 Euro rechnen ohne Kosten für statische Gutachten und Umbauarbeiten. Ein Plattformaufzug, der außen an der Fassade angebracht wird, rund 15 Meter hoch ist, 2 Haltepunkte hat, sich über einen hydraulischen Antrieb bewegt und von einem Rollstuhlfahrer oder max. 4 Personen gleichzeitig genutzt werden kann, sollte mit Montage mindestens 40.000 Euro kosten. Die Anschaffung eines Plattformaufzugs ist kostenintensiv und sollte sorgfältig geplant werden. Mit einem Preisvergleich über aufzug24.net lässt sich viel Geld sparen. Sie erhalten bei einer Anfrage bis zu drei kostenlose und unverbindliche Angebote von Aufzug-Anbietern aus Ihrer Region, die Sie in Ruhe und ohne Risiko vergleichen können.

Preisunterschiede

Die Preise für Plattformaufzüge beginnen meist bei 20.000 Euro. Pro Etage sollte man Kostensteigerungen von 2.500 – 5.000 Euro einplanen. Senkrechtaufzüge sind immer deutlich teurer als Treppenlifte. Die Preisunterschiede zu Hubliften sind allerdings weniger groß. Der Preis eines Plattformaufzugs hängt im wesentlichen von der baulichen Situation, der Anzahl der Etagen und den Ansprüchen des Käufers hinsichtlich der Ausstattung ab. Eine Alternative ist der Kauf eines gebrauchten Aufzugs oder die Miete eines Plattformaufzugs.

Bei einer Montage im Außenbereich entstehen zusätzliche Kosten, da der Aufzug gegen Wind und Wetter geschützt werden muss. Der Korrosionsschutz umfasst dabei alle Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden, die durch Witterung an den metallischen Bauteilen hervorgerufen werden können. Im Allgemeinen sind das ein Dach auf dem Schachtgerüst und eine komplette Abdichtung innerhalb des Schachtes. Da eine absolute Korrosionsbeständigkeit nie erreicht werden kann, haben die Schutzmaßnahmen im wesentlichen zum Ziel, die Entstehung von Rost so weit zu verringern, dass eine Schädigung des Schachtgerüstes und Aufzugs während seiner Lebensdauer nicht entsteht.

Kosten für Instandhaltung

Plattformaufzüge sind emissionsarm, langlebig, leicht und platzsparend. Bei einem Plattformaufzug muss nur alle 15 Jahre ein Öl- und Dichtungswechsel vorgenommen werden. Das dafür benötigte Material ist frei erhältlich und kostet rund 100 Euro. Für die fachmännische Umsetzung des Öl -und Dichtungswechsels sollte man mit Kosten von ca. 1.500 Euro rechnen. Bei einem Seilaufzug muss durchschnittlich alle 10 Jahre ein Seil- und Scheibenwechsel vorgenommen werden. Die dafür benötigten Bauteile sind proprietär und mit Preisen von bis zu 1.000 Euro sehr teuer. Die Arbeitskosten für die Instandhaltung liegen bei ca. 10.000 Euro. In der Regel schließt man mit dem Lifthersteller, bei dem man den Plattformaufzug kauft, einen Teil- oder Vollwartungsvertrag ab, um die Instandhaltung für den Zeitraum von fünf oder zehn Jahren zu regeln. Die Kosten für die Wartung, Überprüfung, Reinigung, Schmierung, für Einstellarbeiten und den Austausch von Verschleißteilen wird dann meist pauschal geregelt.

Energiekosten

Die Energiekosten bei einem Plattformaufzug setzen sich aus dem Verbrauch während Fahrten und Standby-Zeiten zusammen. Für einen Plattformaufzug in einem Einfamilienhaus mit 4.000 Fahrten pro Jahr, d.h. zirka 11 Fahrten pro Tag sollte man mit Energiekosten von 600 kWh Standby-Strom und 600 kWh Fahrstrom rechnen. Bei einem Strompreis von 0.26 €/kWh entstehen so jährliche Kosten von ca. 312 Euro. Der Stromverbrauch bei Seilaufzügen ist insgesamt ähnlich hoch. Lifte in Einfamilienhäusern stehen zu 99 % der Zeit still, bei Fahrstühlen an Flughäfen und Bahnhöfen hingegen herrscht 365 Tage im Jahr Hochbetrieb. Die Energiekosten hängen also primär davon ab, wie stark der Plattformaufzug genutzt wird, ob der eingebaute Antrieb zur jeweiligen Nutzungssituation passt und wie hoch der Lift ist. In der Regel werden über 50 % des Stromverbrauchs bei allen Plattformaufzügen im Standby (Stillstand-Modus) verbraucht. Um Energiekosten zu sparen sollte man beim Kauf darauf achten, dass LED-Lampen statt Halogen- oder Glühlampen verbaut werden und eine Timerfunktionen für Beleuchtung und Elektronik existiert.

Rollstuhlgerechte Plattformaufzüge

Rollstuhlaufzüge müssen besondere Anforderungen erfüllen und behindertengerecht sein. Die Plattform ist dabei so konzipiert, dass sie hinsichtlich ihrer Größe und Tragfähigkeit optimal von Rollstuhlfahren genutzt werden kann.  Die DIN Norm EN 81-70 „Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen“ definiert dabei, wann man von einem behindertengerechten Aufzug sprechen kann?

Bei einem Rollstuhlfahrer ohne Begleitperson sollte die Aufzugskabine oder Plattform mindestens 100 cm x 125 cm groß sein. Die Türbreite muss 80 cm umfassen und der Aufzug eine Tragfähigkeit von 450 kg besitzen. Bei einem Rollstuhlfahrer mit Begleitperson sollte die Aufzugskabine oder Plattform mindestens 110 cm x 140 cm bereit und lang sein. Die Türbreite muss 10 cm größer ausfallen und 90 cm betragen. Der Plattformaufzug muss problemlos ein Gewicht von 630 kg transportieren können. Soll sich der Rollstuhlfahrer im Aufzug drehen oder wenden können, ist es erforderlich, das die Ausmaße der Plattform mindestens 2m x 1,4m betragen. Da der Aufzug mit diesen Ausmaßen mehr Menschen Platz bietet (also mehr Menschen auch einsteigen könnten) muss seine Tragfähigkeit mindestens 1275 kg betragen. Die Türbreite muss mit 110 cm zwei Menschen den gleichzeitigen Ausstieg ermöglichen.

Neben der Größe und der Tragfähigkeit, muss ein Behindertenaufzug auch noch andere Ausstattungsmerkmale aufweisen. So muss zum Beispiel ein Lichtgitter zur Türsicherung vorhanden sein, das eine Fläche von 25 mm bis 1,80 m Höhe erfassen kann. An einer Kabinenseitenwand müssen Handläufe installiert sein. Es muss ein Spiegel für Rückwärtsfahrten vorhanden sein. In der Aufzugskabine muss eine „Tür Zu“ Taste eingebaut sein und die Tasterfläche eine taktile Beschriftung besitzen. Die Höhenabweichung beim Anhalten des Plattformaufzugs darf maximal 10mm betragen. Zudem muss eine akustische Sprachansage die Haltestellenpositionen ansagen.

Rollstuhlfahrer schätzen Plattformaufzüge, weil sie ohne Anpassungen am Rollstuhl verwendet werden können und ein Umsetzen komplett entfällt. Auf Grund ihrer Eigenschaften können Plattformaufzüge jedoch auch anderweitig genutzt werden. Beispiele hierfür sind der Transport von Lasten (Kinderwagen, Einkäufe, Möbel, Getränke).

Plattformaufzüge bei wenig Platz

Ein Plattformaufzug ist immer nur für eine eingeschränkte Anzahl von Benutzern vorgesehen. Er darf nur von Menschen genutzt werden, die in die Bedienung des Liftes eingewiesen sind. Hierzu wird der Aufzug in der Regel mit Schlüsselschaltern ausgerüstet. Somit wird sichergestellt, das der Plattformaufzug nur von berechtigten Personen mit Zugang zu einem Schlüssel genutzt werden kann.

Plattformaufzüge benötigen eine geringe Grubentiefe und Schachtkopfhöhe. Die Mindest-Grubentiefe beträgt oft nur bei 10 cm und die Schachtkopfhöhe 250 cm. Plattformaufzüge können entweder in einen bauseitigen Schacht eingebaut oder komplett mit einem Stahlschachtgerüst geliefert werden. Ihre Nutzlast ist begrenzt und beträgt oft nicht mehr als 500 – 800 kg. Die Kabinengröße ist im Idealfall rollstuhlgerecht und beträgt maximal 2 mal 2 Quadratmeter.

Ein Plattformaufzug nach Maschinenrichtlinie hat gegenüber einem herkömmlichen Aufzug nach Aufzugrichtlinie einige wenige Einschränkungen, aber auch wesentliche Vorteile. Aufgrund der geringen Größe lässt sich ein Plattformaufzug oft noch unter ungünstigsten Platzverhältnissen im oder am Einfamilienhaus realisieren. Die Förderhöhe von in Mehr -oder Einfamilienhäusern verbauten Aufzügen ist häufig auf 14m begrenzt. Plattformaufzüge sind in den meisten Fällen sogenannte Hydraulikaufzüge.

Aufzüge mit und ohne Kabinentür

Aufzüge werden mit Kabinentür (geschlossen) und ohne Kabinentür (offen) verkauft. Letztere Variante ist häufig günstiger in der Anschaffung, bringt jedoch auch einige Nachteile mit sich. Plattformaufzüge haben keine Kabinentür. Während der gesamten Fahrt muss der Etagenschalter gedrückt bleiben. Wird der Schalter für das entsprechende Stockwerk während der Fahrt losgelassen, stoppt der Aufzug unverzüglich. Ein sogenannter Implusbetrieb (einmal Taste drücken) wie man es von normalen Personenaufzügen her kennt, ist nur dann möglich, wenn die Aufzugskabine mit Türen ausgestattet ist. Der Verzicht auf Kabinentüren kann z.B. dann notwendig sein, wenn ein Einbau aus Platzgründen anders nicht möglich wäre. Die Fahrgeschwindigkeit der Kabine wird dann meist aus Sicherheitsgründen auf 0,15 m/s gedrosselt.

Kabinen ohne Tür sind aber nicht wirklich “offen” in dem Sinne d.h. der Fahrer kann zu keinem Zeitpunkt herunterfallen oder aus dem Lift stürzen. Die Fahreinheit eines Plattformaufzugs befindet sich in der Regel in einem verglasten Stahlschachtgerüst. Abgesehen von den offenen Zugängen hat die Aufzugskabine hohe Wände und eine Decke und ist damit geschlossen. Kabinen ohne Tür werden in der Regel mit einem Lichtgitter abgesichert. Der Plattformaufzug stoppt und die Fahrt wird unterbrochen, wenn ein Objekt z.B. eine Hand oder ein Fuß in den Erfassungsbereich der Lichtschranke kommt.

Größe der Aufzugskabine

Die Aufzugskabine wird in den meisten Fällen nach den individuellen Wünschen des Kunden hergestellt. Ihre Größe ist bei Homeliften nicht streng festgestellt und lässt sich auf die jeweiligen Platzverhältnisse vor Ort anpassen. Im Vergleich dazu haben Kabinen von Aufzügen nach der Aufzugsrichtlinie eine standardisierte Größe. Plattformaufzüge lassen sich also gestalten und sehr stark individualisieren. Der Zugang zu einem Plattformaufzug kann einseitig, zweiseitig oder sogar dreiseitig sein. Auch ein Zugang über Eck ist möglich, insofern es die Platzverhältnisse im oder am Einfamilienhaus nicht anders zulassen.

Die Größe eines Plattformaufzugs richtet sich also nach den Anforderungen des Kunden unter Berücksichtigung der Vorschriften und der technischen Umsetzbarkeit. Durch diese Anpassungsfähigkeit können bauliche Gegebenheiten optimal berücksichtigt werden. Das ist vor allem für den nachträglichen Einbau eines Plattformaufzugs wichtig. Neben den individualisierbaren Kabinenmaßen, sind die minimalen Anforderungen an die Schachtgrube und den Schachtkopf ein weiterer großer Vorteil eines Plattformaufzugs. Die Schachtgrube bezeichnet dabei den Platz unterhalb der untersten Haltestelle, der Schachtkopf dagegen den Platz ab der Fußbodenoberkante der obersten Haltestelle.

Grundausstattung

Zur Grundausstattung eines Privataufzugs gehört eine Aufzugskabine mit Seitenwänden und Decke, sowie deren Innenausstattung und einem Notfall-Telefon. Die Steuerung einschließlich Verteilerkasten ist entweder auf dem Kabinendach oder in der Schachtgrube untergebracht. Sie enthält ein Not-Stop-Taster, Riegelkurven, Flachbandkabel, ein Kabelbaum für die Schachtelektrik, Stockwerkschalter, Umgehungsschalter, Resetschalter, eine Notstrombatterie für den Notablaß, die Alarmfunktionalität und eine Notbeleuchtung.

Die Kabinentüren eines Plattformaufzugs sollten in der Standardausführung über einen Türdämpfer, eine Schließfeder, einen oder mehrere Türgriffe, eine Notentriegelung und eine elektromeachnische Türverriegelung verfügen. Zu den Sicherheitskomponenten eines Plattformaufzugs sollte ein Lichtgitter, mechanische Fangvorrichtungen, ein Rohrbruchventil, eine Notablaßvorrichtung, eine Handpumpe, eine automatische Notbeleuchtung in der Kabine, eine Alarmsirene und ein Notfall-Telefon gehören.

Für das öffnen von Türen ist es empfehlenswert einen elektrischen Drehtürantrieb verbauen zu lassen. Dieser öffnet die Aufzugtüren automatisch und sicher, wenn der Aufzug das entsprechende Stockwerk erreicht hat. Geschlossen wird der Plattformaufzug automatisch über eine Schließfeder oder einen Türschließer.

Modulare Schachtsysteme

Aufzüge spielen für die Bewältigung unseres Alltags eine wichtige Rolle. Nicht nur bei Neubauten sind sie ein elementarer Bestandteil des Wohnkonzepts, sondern auch bei der Modernisierung von bestehenden Gebäuden wie Mehr -oder Einfamilienfamilienhäusern. In Fällen, in denen kein Betonschacht vorhanden ist oder sich dieser nicht realisieren lässt, kann man mit modularen Schachtsystemen dennoch eine Lösung im Sinne der Barrierefreiheit erzielen.

Modulare Schachtsysteme sind selbsttragend. Sie lassen sich einfach einbauen, da alle Elemente zusammengeschraubt werden und kein Schweißen notwendig wird. So entsteht auch kein Schmutz durch Bohren oder dem Abtragen von Beton. Sie bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und lassen sich an jede Umgebung individuell anpassen. Eine Innen -oder Außenmontage bei bestehenden Gebäuden ist problemlos möglich.

Modulare Schachtsysteme bestehen aus verschiedenen Standard-Komponenten, die durch unterschiedliche Kombination den jeweiligen baulichen Anforderungen angepasst werden. Dies ermöglicht eine kosteneffiziente Herstellung, eine schnelle Montage und einen günstigen Preis ohne dabei die individuellen Wünsche eines Kunden außer Acht lassen zu müssen. Das Schachtsystem ist kein isolierter oder vollständig abgedichteter Baukörper. Bei
der Montage im Außenbereich wird der Schacht in der Regel mit Silikon verschlossen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Eine andere Möglichkeit ist der nachträgliche Verschluss des Schachts mit einer Mauer (Außenbereich) oder das Verkleiden mit Rigipsplatten in Trockenbauweise (Innenbereich).

Zusätzliche Kosten beim Einbau eines Plattformaufzugs entstehen, wenn das Schachtsystem weiter als 1,5m vom Gebäude entfernt montiert werden soll. Hier muss dann eine individuelle Statikberechnung von der Aufzugsfirma oder einem Architekten vorgenommen werden, mit der die Sicherheit der Aufzugsanlage geprüft und bestätigt wird z.B. bei schlechten Wetter -und Windverhältnissen.

Einsatzbereiche

Die Einsatzbereiche von Plattformaufzügen sind vielfältig. Sie werden in öffentlichen Gebäuden ebenso eingesetzt wie in Privathäusern oder Firmen. Ein Plattformaufzug kann sowohl im Innern eines Gebäudes als auch außerhalb installiert werden. Da die benötigte Mindestfläche weniger als 1,50 x 1,50 Meter beträgt, ist der nachträgliche Einbau auch in sehr engen, schmalen und kleinen Treppenhäusern möglich. Plattformaufzüge wurden entwickelt, um Personen den barrierefreien Zugang zu höheren Stockwerken in Gebäuden zu erleichtern. Sie müssen nur geringen baulichen Anforderungen genügen und benötigen keine Unterfahrt, keinen bauseitigen Schacht oder separaten Maschinenraum. Aus diesen Gründen eignen sie sich perfekt zum Nachrüsten und zur nachträglichen barrierefreien Umgestaltung eines Hauses. Ein weiteres wichtiges Argument ist der Preis. In jedem Preisvergleich mit herkömmlichen Personenaufzügen gewinnt ein Plattformaufzug deutlich. Es ist günstiger, schneller zu montieren und verursacht geringere Folgekosten bei der Wartung, Instandhaltung und Reparatur.

Vor- und Nachteile

Plattformaufzüge sind sehr flexibel. Sie können für Lasten, Fußgänger und Rollstuhlfahrer verwendet werden. Sofern das Treppenhaus eine ausreichende Größe besitzt, ist eine Montage fast immer möglich. Auf Grund ihrer hohen Tragfähigkeit sind Plattformaufzüge besonders leistungsfähig. Rollstuhlfahrer können einen Plattformaufzug selbständig und ohne Umsetzen nutzen. Sie sind in der Regel günstiger als Personenaufzüge und damit eine gute wirtschaftliche Alternative.

Nachteilig ist der im Vergleich zu einem Treppen -oder Plattformlift hohe Platzbedarf. In sehr schmalen Treppenhäusern, reicht der Platz häufig nicht mehr für das Schachtgerüst aus, das den Lift umgibt. Plattformaufzüge sind zudem deutlich teurer als Sitzlifte. Dies hängt mit der Konstruktion und der höheren Leistungsfähigkeit zusammen. Zudem muss das Schachtgerüst je nach Anzahl der Etagen für den Ein -und Ausstieg angepasst werden.

Alternativen

Es gibt mehrere Alternativen zum Plattformaufzug. Für Rollstuhlfahrer eignen sich beispielsweise Hublifte, Hubplattformen, Treppenlifte oder auch Treppenraupen. Hublifte bzw. Hubplattformen bieten eine ähnliche Transportplattform wie ein Plattformaufzug, allerdings ohne Schachtgerüst. Hubplattformen sind also freistehend und den Folgen von Wind und Wetter ausgesetzt. Konstruktionsbedingt können mit Hubliften nur geringe Höhen (bis zu 3 m) überwunden werden. Mit einem Plattformaufzug können dagegen auch größere Höhen erreicht und mehrere Etagen erschlossen werden.

Treppenraupen gibt es ebenfalls mit Plattform. Sie dienen zur Überwindung von Treppen im Innen- oder Außenbereich und sind meistens mobil nutzbar. Nicht elektrische Treppensteiggeräte haben allerdings den Nachteil, dass der Rollstuhlfahrer auf eine Hilfsperson angewiesen ist. Treppenraupen, die autonom genutzt werden können, verfügen nicht über eine Plattform, sondern werden direkt unter dem Rollstuhl „eingeklippst“ und so mit diesem fest verbunden. Standard- und Aktiv-Rollstühle lassen sich ohne großen Aufwand leicht arretieren. Trotz dieser Vorteile ist es nicht empfehlenswert autonome Treppensteiggeräte auch wirklich autonom zu benutzen. Da die Treppenraupe ein großes Gewicht (Person + Rollstuhl) transportieren muss, reicht eine Akkuladung meist nur kurze Zeit aus. Zudem darf eine bestimmte Maximal-Steigung nicht überschritten werden. Elektrische Treppenraupen besitzen in den meisten Fällen ein Schneckengetriebe und eine elektrische Magnetbremse, die im Ernstfall für die notwendige Sicherheit sorgen. Dennoch ist es empfehlenswert solche Hilfsmittel immer zusammen mit einer Hilfsperson zu benutzen.

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2 Kommentare
  1. Klaus Weigang schriebam 30 Juni 2013 um 21:09

    Hallo.
    Ich habe Intresse an einem Aufzug für den Außenbereich.
    Da dort keine Stufen sind .sondern eine Schräge von einer Länge von etwa zehn Metern,möchte ich wissen ,ob es auch dort anzubringen ist.
    Da ich außergewöhnlich gehbehindert bin,und diese Schräge nicht laufen kann, wäre ich eventuell an sowas intressiert.

    Klaus Weigang

  2. Wertmann schriebam 21 August 2013 um 12:43

    sehr geehrte damen und herren,
    ich bin an einem plattformlift im außenbereich zwecks überwindung einer etage interessiert (gerne auch gebraucht). können sie mir anbieter benennen?
    ich würde mich über eine antwort freuen und verbleibe
    mit freundlichen grüßen
    e.wertmann

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