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Aufzug Tipps – Alles zum Kauf rundum Aufzüge

Da mit dem Einbau eines Aufzugs hohe Kosten verbunden sind, sollte die Investition gut überlegt und sorgfältig geplant werden. Nur so findet man einen passenden Aufzug zu einem günstigen Preis. Geprüft werden sollten die Bauform, der Hersteller, die bauliche Gesamtsituation, die individuellen Anforderungen, eventuelle Alternativen und die sich ergebenden Kosten. Eine gute Beratung ist vor dem Kauf eines Aufzugs besonders wichtig. Wir geben Ihnen dazu wertvolle Tipps.

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Die Anschaffung eines Aufzugs ist kostenintensiv und eine langfristige Investition. Vor dem Kauf sollte man sich gut informieren und umfassend beraten lassen. Dabei gilt es einige Dinge zu beachten. Wir geben einen Überblick über alle wichtigen Punkte, die vor dem Kauf zu berücksichtigen sind.

Ist ein Aufzug überhaupt nötig?

Vor dem Kauf sollten eine Reihe von Fragen geklärt sein. Welches Problem besteht? Warum soll ein Aufzug und kein Treppenlift oder Plattformlift angeschafft werden? Welche kostengünstigeren Alternativen gibt es zu einem Personenaufzug, mit denen das Problem ebenfalls gelöst werden kann. Wird der Aufzug für eine oder mehrere Etagen benötigt? Wieviele Etagen sollen angefahren werden? Pro Etage muss man mit Zusatzkosten von mindestens 5.000 Euro rechnen. Wie groß ist das Treppenhaus? Sind Bauarbeiten im Treppenhaus notwendig? Ist ein Deckendurchbruch möglich, um den Aufzug auch in einem Zimmer installieren zu können? Gibt es für eine Inneninstallation genügend Platz oder ist eine Montage an der Außenfassade praktikabler? Können Zuschüsse bei der Pflegeversicherung oder der Kfw Bank (Investitionszuschuss 455 beim Programm „Altersgerecht Umbauen“) beantragt werden?

Erst wenn all diese Fragen geklärt sind, sollte man Angebote bei verschiedenen Aufzugsfirmen einholen. Die Preise für Aufzüge unterscheiden sich erheblich, je nachdem welche Bauform man wählt oder wie viele Etagen notwendig sind. Generell kann man sagen, dass Plattformaufzüge und einfache Homelifte wesentlich günstiger sind als klassische Personenaufzüge mit einer Aufzugskabine. Die Preise beginnen in der Regel bei rund 15.000 Euro, können jedoch leicht auf über 25.000 Euro ansteigen. Beim Kauf sollte man auch auf Qualität achten, denn Wartung, Reparatur und Instandsetzung sind teuer. Aufzüge sind lange im Einsatz und müssen daher hohen Belastungen standhalten.

Seriöse Aufzugsfirma finden

Eine umfangreiche und vertrauensvolle Beratung ist vor dem Kauf sehr wichtig. Dabei sollte die Aufzugsfirma intensiv auf die Bedürfnisse des Interessenten eingehen, seine Bedenken teilen und offenen Fragen klären. Im Idealfall findet die Beratung einmal beim Anbieter selbst und einmal im Haus des Käufers statt. So kann die Aufzugsfirma ein Aufmaß nehmen, überprüfen, welche Modelle in Frage kommen und was bei der Montage beachtet werden muss. Als Käufer kann man beim Anbieter Vor-Ort verschiedene Aufzugsmodelle ausprobieren und deren Vor- und Nachteile kennenlernen.

Erst nach diesem gemeinsamen Kennenlernen sollte die Entscheidung für ein bestimmtes Modell getroffen werden. Eine seriöse Aufzugsfirma weist den Kunden auf anfallende Kosten für Service, Wartung und Instandsetzung hin, bietet Unterstützung bei der Beantragung von Zuschüssen oder Förderungen und bietet Finanzierungsmöglichkeiten an. Man sollte immer mehrere Angebote unterschiedlicher Firmen einholen und miteinander vergleichen. Ein seriöser Verkäufer übt hier keinen Druck aus und drängt nicht auf eine schnelle Kaufentscheidung.

Aufzug finanzieren lassen

Verschiedene Kostenträger unterstützen den Kauf eines Aufzugs mit Zuschüssen. So gewährt die Pflegeversicherung einen maximalen Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro, sofern eine Pflegestufe vorliegt und man nachweisen kann, das der Lift notwendig ist. Die Kosten können zudem anteilig von Versicherungen übernommen werden. Bei einem Arbeitsunfall kann beispielsweise die Berufsgenossenschaft einspringen. Unter Umständen kann auch die Haftpflichtversicherung eines Unfallgegners haftbar gemacht werden.

Weitere Kostenträger, die ebenfalls Zuschüsse oder Finanzierungen gewähren können, sind der Landeswohlfahrtsverband, die Hauptfürsorgestelle, die Unfallversicherung und die Bundesanstalt für Arbeit. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet nicht nur günstige Kreditkonditionen für Käufer, sondern auch eine zusätzliche Förderung in Höhe von maximal 12,5 Prozent des Kaufpreises oder maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit. Beim Kauf eines Aufzugs sollten diese Möglichkeiten bereits bei der Angebotsgestaltung überprüft und berücksichtigt werden. Zuschüsse lassen sich zudem miteinander kombinieren.

Nutzungsdauer

Wenn schon vor dem Kauf absehbar ist, dass der Aufzug nur für einen begrenzten Zeitraum benötigt wird, sollte man über das Mieten eines Aufzugs nachdenken. In vielen Fällen ist dies günstiger als der Komplettkauf. Zu Mieten bietet sich beispielsweise an, wenn der Aufzug nur während einer Genesungs- oder Rehabilitationsphase benötigt wird. Als Käufer schließt man dann einen Vertrag auf Zeit mit dem Aufzug-Anbieter. Die Aufzugsfirma verlangt meist eine Einmalzahlung für die Montage und anschließend eine monatliche Mietgebühr. Nicht jeder Aufzug lässt sich mieten. In Frage kommen beispielsweise Homelifte und Plattformaufzüge mit einem freistehenden Schachtgerüst, das sich schnell auf und wieder abbauen lässt. Sprechen Sie einfach die Aufzugsfirma ihres Vertrauens darauf an.

Gebrauchte Aufzüge

Eine weitere Möglichkeit, um die Anschaffungskosten zu reduzieren, ist der Kauf eines gebrauchten Aufzugs. Einige gewerbliche Händler haben sich auf diesen Bereich spezialisiert und vertreiben generalüberholte Liftsysteme. Diese sind gebraucht, aber technisch und qualitativ als neuwertig einzustufen. Gebrauchte Aufzüge sind deutlich günstiger in der Anschaffung. Ersparnisse von bis zu 50 Prozent sind durchaus möglich. Anpassungen, Wartung und Instandhaltung des Aufzugs und Schachtgerüsts sind allerdings genauso teuer wie beim Neukauf. Beim Kauf von Privatpersonen kann man noch mehr sparen. Bis zu 70 Prozent Ersparnis sind im Vergleich zu neuwertigen Angeboten möglich. Beachten sollte man allerdings mögliche Folgekosten und ein hohes Risiko. Beim Kauf von Privatpersonen kommen in der Regel Kosten für die Überprüfung des Liftes sowie die (De-)Montage noch hinzu. Eine Garantie oder Gewährleistung erhält man in der Regel ebenfalls nicht.

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