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Aufzug Tipps – Alles zum Kauf rundum Aufzüge

Angesichts der erheblichen Kosten, die mit dem Einbau eines Aufzugs einhergehen, erfordert die Investition eine gründliche Planung. Nur durch sorgfältiges Abwägen kann ein passendes Modell zu einem attraktiven Preis gefunden werden. Dabei sind Faktoren wie Bauart, Hersteller, die gesamte bauliche Situation, spezifische Bedürfnisse, mögliche Alternativen und die resultierenden Kosten zu berücksichtigen. Eine fundierte Beratung ist im Vorfeld des Kaufs eines Aufzugs unerlässlich. Wir bieten Ihnen hierzu essenzielle Ratschläge.

Die Anschaffung eines Aufzugs ist kostenintensiv und eine langfristige Investition. Vor dem Kauf sollte man sich gut informieren und umfassend beraten lassen. Dabei gilt es einige Dinge zu beachten. Wir geben einen Überblick über alle wichtigen Punkte, die vor dem Kauf zu berücksichtigen sind.

TKE ThyssenKrupp schoenes Haus mit Pool und Aufzug Foto: © TK Elevator GmbH

In fast allen Bundesländern besteht die Pflicht zur Installation eines Aufzugs ab einer Gebäudehöhe von mehr als 13 Metern. Diese Vorgabe soll sicherstellen, dass Gebäude barrierefrei und im Notfall für Rettungskräfte zugänglich sind​​​​. In NRW ist ein Aufzug ab vier oberirdischen Geschossen erforderlich. In Hessen, Hamburg und Sachsen ist ein Aufzug bei Gebäudehöhen von mehr als 13 Metern​ notwendig​. Ein Aufzug muss nicht nur eingebaut werden, sondern auch bestimmte Anforderungen erfüllen, wie z.B. die Maße des Aufzugs, die Erreichbarkeit, Brandschutz, und die Fähigkeit, Rollstühle, Krankentragen und Lasten aufzunehmen. Außerdem muss ein Aufzug in der Regel einen eigenen Schacht haben, um die Brandausbreitung zu verhindern​​.

In bestimmten Fällen kann die Aufzugspflicht entfallen, beispielsweise bei denkmalgeschützten Gebäuden oder wenn der Einbau mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden wäre. Eine solche Ausnahmeregelung könnte beispielsweise greifen, wenn ein bestehendes Wohngebäude aufgestockt wird und die dreizehn Meter überschreitet, aber der nachträgliche Einbau eines Aufzugs die Wirtschaftlichkeit der Immobilie beeinträchtigen würde​​​​. In Wohngebäuden mit bis zu zwölf Wohneinheiten und sechs Etagen reicht in der Regel ein Aufzug mit 630 Kilogramm Traglast für bis zu acht Personen. Für Bürogebäude wird pro 200 Personen ein Aufzug empfohlen​​. Für die Berechnung der erforderlichen Betriebsgeschwindigkeit gilt die Förderhöhe in Metern geteilt durch 25 gleich Betriebsgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde, die auf die technisch verfügbaren Standardgeschwindigkeiten gerundet werden muss​​.

Ist ein Aufzug überhaupt nötig?

Vor dem Kauf sollten eine Reihe von Fragen geklärt sein. Welches Problem besteht? Warum soll ein Aufzug und kein Treppenlift oder Plattformlift angeschafft werden? Welche kostengünstigeren Alternativen gibt es zu einem Personenaufzug, mit denen das Problem ebenfalls gelöst werden kann. Wird der Aufzug für eine oder mehrere Etagen benötigt? Wieviele Etagen sollen angefahren werden? Pro Etage muss man mit Zusatzkosten von mindestens 5.000 Euro rechnen. Wie groß ist das Treppenhaus? Sind Bauarbeiten im Treppenhaus notwendig? Ist ein Deckendurchbruch möglich, um den Aufzug auch in einem Zimmer installieren zu können? Gibt es für eine Inneninstallation genügend Platz oder ist eine Montage an der Außenfassade praktikabler? Können Zuschüsse bei der Pflegeversicherung oder der Kfw Bank (Investitionszuschuss 455 beim Programm „Altersgerecht Umbauen“) beantragt werden?

AspektDetails
Pflicht für AufzugGebäudehöhe > 13 m, Gilt in fast allen Bundesländern. Ein Aufzug muss bestimmten Anforderungen genügen: Barrierefreiheit, Brandschutz, Erreichbarkeit. Unverhältnismäßiger Aufwand, z.B. bei Aufstockung bestehender Gebäude mit wenigen Wohneinheiten. Denkmalschutz kann auch Ausnahmen begründen.
InnenaufzugEigener Schacht erforderlich. Notwendig zur Verhinderung von Brandausbreitung. Ausnahmen unter bestimmten Bedingungen, z.B. in Gebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2.
AußenaufzugKein Schacht notwendig. Geringerer Planungsaufwand und Kosten. Förderfähig durch KfW, Förderdarlehen oder regionale Fördermittel.
Alternativen zu AufzügenTreppenlifte, Hublifte, Sitzlifte, Plattformlifte können Barrieren reduzieren, aber nicht komplett beseitigen. Sie sind in privaten Immobilien, die nicht den Landesbauordnungen unterliegen, eine preiswerte Möglichkeit. Anforderungen an Maße und Einsatzbereiche durch Bauordnung können die Nutzung von Treppenliften einschränken.

Erst wenn all diese Fragen geklärt sind, sollte man Angebote bei verschiedenen Aufzugsfirmen einholen. Die Preise für Aufzüge unterscheiden sich erheblich, je nachdem welche Bauform man wählt oder wie viele Etagen notwendig sind. Generell kann man sagen, dass Plattformaufzüge und einfache Homelifte wesentlich günstiger sind als klassische Personenaufzüge mit einer Aufzugskabine. Die Preise beginnen in der Regel bei rund 25.000 Euro, können jedoch leicht auf über 50.000 Euro ansteigen. Beim Kauf sollte man auch auf Qualität achten, denn Wartung, Reparatur und Instandsetzung sind teuer. Aufzüge sind lange im Einsatz und müssen daher hohen Belastungen standhalten.

Seriöse Aufzugsfirmen finden

Eine umfangreiche und vertrauensvolle Beratung ist vor dem Kauf sehr wichtig. Dabei sollte die Aufzugsfirma intensiv auf die Bedürfnisse des Interessenten eingehen, seine Bedenken teilen und offenen Fragen klären. Im Idealfall findet die Beratung einmal beim Anbieter selbst und einmal im Haus des Käufers statt. So kann die Aufzugsfirma ein Aufmaß nehmen, überprüfen, welche Modelle in Frage kommen und was bei der Montage beachtet werden muss. Als Käufer kann man beim Anbieter Vor-Ort verschiedene Aufzugsmodelle ausprobieren und deren Vor- und Nachteile kennenlernen.

Aufzugshersteller Foto: © Thyssenkrupp Elevator

Erst nach diesem gemeinsamen Kennenlernen sollte die Entscheidung für ein bestimmtes Modell getroffen werden. Eine seriöse Aufzugsfirma weist den Kunden auf anfallende Kosten für Service, Wartung und Instandsetzung hin, bietet Unterstützung bei der Beantragung von Zuschüssen oder Förderungen und bietet Finanzierungsmöglichkeiten an. Man sollte immer mehrere Angebote unterschiedlicher Firmen einholen und miteinander vergleichen. Ein seriöser Verkäufer übt hier keinen Druck aus und drängt nicht auf eine schnelle Kaufentscheidung.

AspektDetails
UnternehmenOtis, Schindler, KONE, TK Elevator, Fujitec. Diese Unternehmen haben maßgeblich zur Entwicklung der Aufzugstechnologie beigetragen und gelten als Vertrauenssymbole in der Branche
StandorteUnternehmen haben Standorte weltweit und bieten einen umfassenden Service an. Zum Beispiel ist Schindler in mehr als 100 Ländern mit über 1.000 Niederlassungen tätig. KONE hat seinen Hauptsitz in Finnland und ist in mehr als 60 Ländern aktiv
Anzahl894 Unternehmen in der Listflix-Datenbank. Die Unternehmen variieren in der Größe von Kleinbetrieben bis zu Großunternehmen, wobei die Mehrheit kleine oder Mikrounternehmen sind
MarktführerSchindler, Otis, ThyssenKrupp, Kone, Schmitt+Sohn, OSMA. Schindler ist mit einem Marktanteil von 20% das größte Aufzugsunternehmen in Deutschland, gefolgt von anderen wichtigen Akteuren

Aufzug finanzieren lassen

Verschiedene Kostenträger unterstützen den Kauf eines Aufzugs mit Zuschüssen. So gewährt die Pflegeversicherung einen maximalen Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro, sofern eine Pflegestufe vorliegt und man nachweisen kann, das der Lift notwendig ist. Die Kosten können zudem anteilig von Versicherungen übernommen werden. Bei einem Arbeitsunfall kann beispielsweise die Berufsgenossenschaft einspringen. Unter Umständen kann auch die Haftpflichtversicherung eines Unfallgegners haftbar gemacht werden.

verschiedene Euro Geldscheine Foto: © Gina Sanders / Adobe

Weitere Kostenträger, die ebenfalls Zuschüsse oder Finanzierungen gewähren können, sind der Landeswohlfahrtsverband, die Hauptfürsorgestelle, die Unfallversicherung und die Bundesanstalt für Arbeit. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet nicht nur günstige Kreditkonditionen für Käufer, sondern auch eine zusätzliche Förderung in Höhe von maximal 12,5 Prozent des Kaufpreises oder maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit. Beim Kauf eines Aufzugs sollten diese Möglichkeiten bereits bei der Angebotsgestaltung überprüft und berücksichtigt werden. Zuschüsse lassen sich zudem miteinander kombinieren.

Nutzungsdauer eines Aufzugs

Es ist wichtig zu beachten, dass die folgenden Werte Durchschnittswerte sind und die tatsächliche Lebensdauer eines Aufzugs von verschiedenen Faktoren wie der regelmäßigen Wartung, der Intensität der Nutzung und der Qualität der Installation abhängen kann.

Aufzug Reperatur halbe Hoehe Foto: © Kirill Gorlov / Adobe

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer: Die offiziellen AfA-Tabellen (Absetzung für Abnutzung) weisen für stationäre Aufzüge eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren aus.

Durchschnittliche Lebenserwartung: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Aufzugs beträgt ca. 30 Jahre. Allerdings können ältere Modelle nicht nur ein Risiko für Nutzer darstellen, sondern auch hohe Instandhaltungs- und Reparaturkosten verursachen. Daher wird empfohlen, über zielgerichtete Modernisierungen nachzudenken, um die Sicherheit, den Komfort und die Wirtschaftlichkeit eines Aufzugs zu verbessern​​.

Sollte erkennbar sein, dass der Bedarf an einem Aufzug lediglich temporärer Natur ist, etwa während einer Erholungs- oder Rehabilitationsphase, kann sich eine Anmietung als wirtschaftlich sinnvolle Alternative zum Kauf erweisen. Im Rahmen eines zeitlich befristeten Vertrags mit einem Aufzuganbieter werden üblicherweise initiale Installationskosten sowie eine regelmäßige Mietgebühr vereinbart. Es ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Aufzugsarten vermietet werden können. Insbesondere Homelifte und Plattformaufzüge mit einem separaten, einfach montierbaren und demontierbaren Schachtgerüst eignen sich für Mietmodelle. Eine detaillierte Beratung durch eine vertrauenswürdige Aufzugsfirma kann hier Klarheit über die Möglichkeiten und Konditionen schaffen.

Gebrauchte Aufzüge

Eine weitere Möglichkeit, um die Anschaffungskosten zu reduzieren, ist der Kauf eines gebrauchten Aufzugs. Einige gewerbliche Händler haben sich auf diesen Bereich spezialisiert und vertreiben generalüberholte Liftsysteme. Diese sind gebraucht, aber technisch und qualitativ als neuwertig einzustufen. Gebrauchte Aufzüge sind deutlich günstiger in der Anschaffung. Ersparnisse von bis zu 50 Prozent sind durchaus möglich.

Gebrauchter Aufzug Foto: © ThyssenKrupp Encasa GmbH

Anpassungen, Wartung und Instandhaltung des Aufzugs und Schachtgerüsts sind allerdings genauso teuer wie beim Neukauf. Beim Kauf von Privatpersonen kann man noch mehr sparen. Bis zu 70 Prozent Ersparnis sind im Vergleich zu neuwertigen Angeboten möglich. Beachten sollte man allerdings mögliche Folgekosten und ein hohes Risiko. Beim Kauf von Privatpersonen kommen in der Regel Kosten für die Überprüfung des Liftes sowie die (De-)Montage noch hinzu. Eine Garantie oder Gewährleistung erhält man in der Regel ebenfalls nicht.

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Unsere Vertriebsgebiete

Ihre Vorteile

Ein Aufzug schafft deutlich mehr Komfort, Sicherheit und Bewegungsfreiheit im eigenen Zuhause. Er verbindet mehrere Etagen bequem miteinander und macht das Haus auch dann uneingeschränkt nutzbar, wenn Treppen im Alltag beschwerlicher werden. Gleichzeitig eignet sich ein Aufzug nicht nur für Personen, sondern auch für Einkäufe, Wäsche, Gepäck oder andere schwere Gegenstände.

Besonders vorteilhaft ist die dauerhafte Aufwertung der Immobilie: Ein Aufzug erhöht die Barrierefreiheit, verbessert die Wohnqualität und macht das Haus langfristig flexibler nutzbar – für ältere Menschen, Familien, Besucher und Personen mit eingeschränkter Mobilität.

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Der Kauf eines Aufzugs ist eine große Investition – daher lohnt sich ein unabhängiger Preisvergleich. Mit nur einer Anfrage erhalten Sie unverbindliche Angebote geprüfter Fachhändler aus Ihrer Region. So können Sie verschiedene Modelle, Leistungen und Preise in Ruhe vergleichen und das Angebot auswählen, das am besten zu Ihrer Wohnsituation und Ihrem Budget passt.

Der Angebotsvergleich ist unabhängig und kostenlos. Auf Wunsch informieren wir Sie zusätzlich über mögliche Förderungen – etwa den Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 € pro Person oder die KfW-Förderung für barrierereduzierende Maßnahmen. So wissen Sie frühzeitig, welche finanzielle Unterstützung infrage kommt und mit welchen Kosten Sie nach Abzug der Förderung rechnen müssen.

Häufige Fragen

  • Die Kosten hängen stark von Bauart, Förderhöhe, Anzahl der Haltestellen, Tragkraft, Kabinengröße und baulichem Aufwand ab. Kompakte Homelifte oder Senkrechtlifte beginnen häufig im Bereich ab etwa 18.000 €. Für größere Anlagen über mehrere Etagen sind 25.000 bis 50.000 € und mehr realistisch. Klassische Aufzüge mit Schacht, aufwendiger Außenanlage oder hochwertiger Glas- und Designausstattung können deutlich darüber liegen. Deckendurchbruch, Fundament, Statik und Elektroarbeiten sollten immer mit einkalkuliert werden.

  • Die Pflegekasse kann ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 € pro pflegebedürftiger Person zahlen, wenn der Aufzug die häusliche Pflege erleichtert oder mehr Selbstständigkeit ermöglicht. Leben mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, sind bis zu 16.720 € pro Maßnahme möglich. Zusätzlich ist der KfW-Zuschuss 455-B für Barrierereduzierung seit 2026 wieder beantragbar: für Einzelmaßnahmen bis zu 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 €. Alternativ oder ergänzend kommt der KfW-Kredit 159 bis 50.000 € je Wohneinheit infrage. Wichtig: Förderanträge müssen vor Vertragsabschluss und Einbau gestellt werden.

  • Das hängt von der Bauart ab. Klassische Aufzüge benötigen meist Schacht, Schachtkopf, Unterfahrt und technische Abstimmungen. Viele Homelifte und Senkrechtlifte sind dagegen selbsttragend konstruiert und kommen ohne separaten Maschinenraum und oft ohne tiefe Grube aus. Für den nachträglichen Einbau reicht je nach Modell ein Deckendurchbruch oder eine kompakte Außenkonstruktion. Ob das möglich ist, hängt von Statik, Geschossdecken, Brandschutz, Standort und Landesbauordnung ab.

  • Kompakte Homelifte brauchen oft nur etwa 1 m² Stellfläche, rollstuhlgerechte Varianten entsprechend mehr. Zusätzlich werden sichere Zugänge und Bewegungsflächen an den Haltestellen benötigt. Für Rollstuhlnutzung sind 90 cm lichte Durchgänge und 150 x 150 cm Bewegungsfläche wichtige Orientierungswerte. Häufige Einbauorte sind Treppenauge, Flur, Wohnbereich, Abstellraum oder Außenfassade. Die beste Position ergibt sich aus Alltag, Statik, Leitungen, Brandschutz und Fluchtwegen.

  • Der Stromverbrauch eines privaten Aufzugs ist im Alltag meist überschaubar, weil die Anlage nur während der Fahrt nennenswert Energie benötigt. Viele Homelifte arbeiten mit normalem 230-Volt-Haushaltsstrom; je nach Modell kann ein eigener abgesicherter Stromkreis nötig sein. Die tatsächlichen Kosten hängen von Fahrtenzahl, Förderhöhe, Antrieb und Stand-by-Verbrauch ab. Beim Angebot sollten Leistungsaufnahme, Anschlussanforderungen und Wartungskosten getrennt ausgewiesen sein.

  • Im privaten Wohnhaus verbinden Aufzüge häufig zwei bis drei Ebenen. Je nach Modell sind auch mehr Haltestellen und größere Förderhöhen möglich. Mit jeder zusätzlichen Etage steigen Anforderungen an Führung, Tragwerk, Türen, Steuerung, Brandschutz und Rettungskonzept. Für wenige Stufen ist ein Hublift meist wirtschaftlicher; für ganze Etagen bietet ein Aufzug deutlich mehr Komfort und Zukunftssicherheit.

  • Aufzüge zur Personenbeförderung unterliegen klaren Sicherheitsanforderungen. Anlagen mit mehr als 0,15 m/s fallen in der EU unter die Aufzugsrichtlinie; langsamere Hebe- und Plattformlösungen werden in der Regel über Maschinenrecht und passende Normen abgesichert. Zur Ausstattung gehören je nach Bauart Türverriegelungen, Notstopp, Notabsenkung, Akku- oder Notstromlösung und ein Zwei-Wege-Notruf. In Deutschland können zusätzlich Prüf- und Betreiberpflichten greifen.

  • Die reine Montage eines selbsttragenden Homelifts kann wenige Tage dauern. Die gesamte Projektzeit ist aber länger, weil Planung, Aufmaß, Statik, Förderanträge, mögliche Genehmigungen, Fertigung und bauseitige Arbeiten vorher erledigt werden müssen. Ein Deckendurchbruch, Fundament oder Außenanbau verlängert den Ablauf. Realistisch ist deshalb eine Planung über mehrere Wochen; bei komplexen Aufzügen auch länger.

  • Sie nennen Gebäudeart, Etagenzahl, gewünschte Haltestellen, Nutzung mit oder ohne Rollstuhl und mögliche Einbauorte. Fachbetriebe aus Ihrer Region prüfen danach, ob Homelift, Senkrechtlift, Außenaufzug oder eine andere Lösung passt. Für ein verbindliches Angebot folgen Vor-Ort-Termin, Aufmaß und technische Prüfung. Dabei werden Statik, Stromanschluss, Deckendurchbruch, Schachtlösung, Fördermittel und laufende Pflichten geklärt.

  • Folgekosten entstehen für Strom, Wartung, Störungsdienst, Verschleißteile und je nach Bauart wiederkehrende Prüfungen. Aufzüge mit Personenbeförderung müssen in Deutschland vor Inbetriebnahme und regelmäßig durch zugelassene Überwachungsstellen geprüft werden; die konkreten Pflichten hängen von Anlage und Nutzung ab. Bei privaten Homeliften sind die laufenden Kosten meist niedriger als bei stark genutzten Aufzügen, sollten aber im Angebot transparent ausgewiesen werden.

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