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Aufzug Nebenkostenabrechnung – So viel müssen Mieter zahlen

Der Betrieb eines Aufzugs ist oft eine teure Angelegenheit und wird in der Regel im Rahmen der Betriebskosten auf alle Mietparteien umgelegt, anteilig nach der jeweiligen Größe der Wohnung. Müssen Erdgeschossbewohner in Mehrfamilienhäusern anteilig die Aufzugskosten tragen, auch wenn sie den Fahrstuhl nicht nutzen?

Es ist ratsam, bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung sorgfältig zu prüfen, ob die aufgeführten Kosten für den Aufzug korrekt sind. Häufig werden für Aufzüge sogenannte Vollwartungsverträge abgeschlossen, die neben den Wartungskosten auch Reparaturkosten beinhalten. Da Reparaturkosten jedoch nicht auf die Mieter umgelegt werden können, müssen Vermieter den entsprechenden Anteil herausrechnen.

Für Erdgeschossmieter, die den Aufzug aufgrund ihrer Wohnlage möglicherweise weniger nutzen, besteht die Möglichkeit, durch eine entsprechende Regelung im Mietvertrag von der Übernahme der Aufzugskosten ausgenommen zu werden. Diese Regelung ist jedoch nicht verpflichtend für Vermieter und muss im Einzelfall geprüft werden.

Müssen Erdgeschossbewohner anteilige Aufzugskosten tragen?

Die Kosten für den Liftbetrieb umfassen unter anderem Strom, Bedienung und Wartung, jährliche Sicherheitsprüfung, Notrufzentrale und Überwachung sowie Reinigung und Pflege von Kabine und Schacht. Eine klare Antwort auf die Frage, ob Erdgeschossmieter an den Aufzugskosten beteiligt werden müssen, gibt es laut des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 20.09.2006: Entscheidend ist die Möglichkeit der Nutzung, nicht die reale Nutzung.

Das bedeutet, dass auch Erdgeschossmieter anteilig die Kosten für den Aufzug tragen müssen, wenn das im Mietvertrag vorgesehen ist. Der VIII. Zivilsenat des BGH hat in dem Urteil festgestellt, dass die Mietvertragsparteien vereinbaren können, dass der Mieter Kosten des Aufzugsbetriebs trägt, und eine solche Vereinbarung auch mit einem Erdgeschossbewohner geschlossen werden kann, unabhängig von dem konkreten Nutzen des Aufzugs für diesen Mieter.

Ein Blick in die Nebenkostenabrechnung informiert darüber, ob die Nebenkosten korrekt umgelegt worden sind. In der Endabrechnung können auch einmalig angefallene Kosten auftauchen, beispielsweise die Kosten für eine Befreiung aus dem steckengebliebenen Fahrstuhl. Reparaturkosten für den Lift dürfen hingegen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Die Wartung ist generell Mietersache, Reparaturen muss der Vermieter tragen.

Wenn sich Fahrstuhl und Wohnung in unterschiedlichen Gebäudetrakten befinden, müssen Mieter, die nicht einmal theoretisch die Möglichkeit haben, per Aufzug ihre Wohnung zu erreichen, die Aufzugskosten nicht tragen. So lautet ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 20.04.2009 (BGH VIII ZR 128/08). In der Urteilsbegründung heißt es, dass an Kosten für Einrichtungen, die einzelnen Mietern zur alleinigen Nutzung überlassen sind, die „ausgeschlossenen“ Mieter nicht beteiligt werden dürfen.

Welche Aufzugskosten sind Nebenkosten?

Die Nebenkosten für einen Aufzug können sehr unterschiedlich ausfallen und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich können jedoch folgende Aufzugskosten als Nebenkosten umgelegt werden:

Wartungskosten: Die Kosten für die regelmäßige Wartung des Aufzugs können als Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden. Die Wartung muss mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden und beinhaltet die Inspektion, Reinigung und Schmierung der Anlage sowie die Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen.

Reparaturkosten: Wenn Reparaturen am Aufzug notwendig sind, können diese Kosten unter bestimmten Umständen ebenfalls als Nebenkosten umgelegt werden. Dies gilt jedoch nur, wenn die Reparaturkosten nicht aufgrund von mutwilliger oder grob fahrlässiger Beschädigung des Aufzugs durch den Mieter entstanden sind.

Stromkosten: Die Stromkosten für den Betrieb des Aufzugs können ebenfalls als Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden. Hierzu zählen vor allem die Kosten für den Antrieb des Aufzugs sowie die Beleuchtung in der Kabine und auf den Etagen.

Prüfkosten: Einmal im Jahr muss der Aufzug auf seine Sicherheit hin geprüft werden. Die Kosten für diese Prüfung können als Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden.

Versicherungskosten: Die Kosten für eine Haftpflichtversicherung für den Aufzug können als Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden. Diese Versicherung ist notwendig, um Schäden abzudecken, die durch den Betrieb des Aufzugs entstehen können.

Die Aufzugskosten, die als Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden können, umfassen in erster Linie die Kosten für Pflege und Wartung des Fahrstuhls, sowie die jährliche Sicherheitsprüfung und Stromkosten für den Betrieb. Der Vermieter kann jedoch nur die Kosten von den Mietern zurückverlangen, die regelmäßig anfallen. Reparaturkosten sind beispielsweise nicht umlagefähig und müssen vom Vermieter selbst getragen werden. Es gibt auch die Möglichkeit, dass Vermieter sogenannte Vollwartungsverträge abschließen, die nicht nur die Wartung, sondern auch notwendige Reparaturen des Fahrstuhls umfassen.

In diesem Fall müssen jedoch die Anteile der Reparaturkosten von den umlagefähigen Kosten herausgerechnet werden, da Mieter nicht für Reparaturkosten aufkommen müssen. Bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung sollten Mieter daher sorgfältig hinsehen und überprüfen, ob die aufgeführten Kosten tatsächlich umlagefähig sind und ob Reparaturkosten bereits herausgerechnet wurden. Es empfiehlt sich auch, sich im Vorfeld über die umlagefähigen Betriebskosten und mögliche Fehler in der Betriebskostenabrechnung zu informieren, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Umlagefähige Nebenkosten bei Aufzügen

Aufzüge sind zwar eine praktische Einrichtung, können aber auch hohe Kosten verursachen. Diese Kosten werden in der Regel auf die Mieter umgelegt, da die Aufzugskosten zu den umlagefähigen Betriebskosten gehören. Die durchschnittlichen Aufzugskosten belaufen sich in Deutschland auf ca. 0,15 Euro pro Quadratmeter pro Monat. Bei einer 80 Quadratmeter großen Wohnung entstehen demnach Zusatzkosten von 12 Euro pro Monat. Im Vergleich zu anderen Betriebskosten wie Heizung und Warmwasser sind die Aufzugskosten vergleichsweise gering.

Mieter im Erdgeschoss haben in der Regel wenig Nutzen vom Aufzug und Vermieter können diese Mieter mietvertraglich von der Übernahme der Aufzugskosten ausnehmen. Allerdings sind Vermieter dazu nicht verpflichtet. Im Normalfall müssen sie die Kosten für den Aufzug mittragen, auch wenn sie ihn nicht benutzen. Wenn der Mietvertrag eine Aufzugsanlage vorsieht, müssen auch Mieter im Erdgeschoss die Kosten tragen, selbst wenn sie den Aufzug nicht nutzen.

Wenn es im Mehrfamilienhaus mehrere Aufzüge gibt, müssen die Anlagen getrennt abgerechnet werden. Mieter in Gebäuden ohne Aufzug müssen keine Aufzugskosten tragen. Wie bei allen umlagefähigen Nebenkosten können nur die Kosten auf die Mieter umgelegt werden, die regelmäßig anfallen. Dazu zählen die Pflege und Wartung des Aufzugs, die jährliche Sicherheitsprüfung und die Stromkosten für den Betrieb. Wartungskosten sind umlagefähig, Reparaturkosten müssen dagegen vom Vermieter selbst getragen werden. Die Gesamtkosten werden über einen Umlageschlüssel auf die einzelnen Mieter verteilt.

Mieter sollten bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung sorgfältig studieren. Es kann vorkommen, dass für den Aufzug sogenannte Vollwartungsverträge abgeschlossen wurden, die nicht nur die Wartung, sondern auch notwendige Reparaturen des Aufzugs umfassen. In diesem Fall muss der Anteil der Reparaturkosten vom Vermieter herausgerechnet werden, da die Mieter nicht für Reparaturkosten aufkommen müssen. Mieter sollten bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung genau hinschauen, um mögliche Fehler zu vermeiden. Auch sollten sie sich über die umlagefähigen Betriebskosten und mögliche Fehler in der Betriebskostenabrechnung informieren, um zu viel gezahlte Kosten zu vermeiden.

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1 Kommentar
  1. Werner Rudolph

    Hallo, bei gibt es unterschiedliche Auffassungen betr. der Kosten für den Aufzug:
    Im Haus gibt es 8 Wohnungen, die Mieter haben anteilig die Kosten zu tragen.
    Außerdem gibt es im Untergeschoss eine separaten Bereich mit extra Eingang für den Gewerbebetrieb, so dass das Haus nicht betreten werden muss. Allerdings befindet sich im Keller des Hauses ein Technikraum für diesen Gewerbebetrieb.
    Nun ist die Frage, ob der Eigentümer des Betriebes auch anteilmäßig die Kosten zu tragen hat, da er -wie die Bewohner im Erdgeschoß- die Möglichkeit zur Nutzung des Aufzuges hat, auch wenn er diesen nicht nutzt.
    Seitens des Vermieters wird der Ausschluß des Betriebes von Kosten damit begründet, dass er „sowieso nur ein- oder zweimal im Jahr“ in diesen Technikraum muss und eine Kostenbeteiligung daher “ für den Betriebsinhaber rechtlich nicht haltbar ist“

    Ich würde Sie um eine „wasserdichte“ diesbezügliche Aussage bitten und mir möglichst die dazu geltenden Rechtsnormen zu schreiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Werner Rudolph

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Ein Aufzug schafft deutlich mehr Komfort, Sicherheit und Bewegungsfreiheit im eigenen Zuhause. Er verbindet mehrere Etagen bequem miteinander und macht das Haus auch dann uneingeschränkt nutzbar, wenn Treppen im Alltag beschwerlicher werden. Gleichzeitig eignet sich ein Aufzug nicht nur für Personen, sondern auch für Einkäufe, Wäsche, Gepäck oder andere schwere Gegenstände.

Besonders vorteilhaft ist die dauerhafte Aufwertung der Immobilie: Ein Aufzug erhöht die Barrierefreiheit, verbessert die Wohnqualität und macht das Haus langfristig flexibler nutzbar – für ältere Menschen, Familien, Besucher und Personen mit eingeschränkter Mobilität.

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Der Kauf eines Aufzugs ist eine große Investition – daher lohnt sich ein unabhängiger Preisvergleich. Mit nur einer Anfrage erhalten Sie unverbindliche Angebote geprüfter Fachhändler aus Ihrer Region. So können Sie verschiedene Modelle, Leistungen und Preise in Ruhe vergleichen und das Angebot auswählen, das am besten zu Ihrer Wohnsituation und Ihrem Budget passt.

Der Angebotsvergleich ist unabhängig und kostenlos. Auf Wunsch informieren wir Sie zusätzlich über mögliche Förderungen – etwa den Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 € pro Person oder die KfW-Förderung für barrierereduzierende Maßnahmen. So wissen Sie frühzeitig, welche finanzielle Unterstützung infrage kommt und mit welchen Kosten Sie nach Abzug der Förderung rechnen müssen.

Häufige Fragen

  • Die Kosten hängen stark von Bauart, Förderhöhe, Anzahl der Haltestellen, Tragkraft, Kabinengröße und baulichem Aufwand ab. Kompakte Homelifte oder Senkrechtlifte beginnen häufig im Bereich ab etwa 18.000 €. Für größere Anlagen über mehrere Etagen sind 25.000 bis 50.000 € und mehr realistisch. Klassische Aufzüge mit Schacht, aufwendiger Außenanlage oder hochwertiger Glas- und Designausstattung können deutlich darüber liegen. Deckendurchbruch, Fundament, Statik und Elektroarbeiten sollten immer mit einkalkuliert werden.

  • Die Pflegekasse kann ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 € pro pflegebedürftiger Person zahlen, wenn der Aufzug die häusliche Pflege erleichtert oder mehr Selbstständigkeit ermöglicht. Leben mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, sind bis zu 16.720 € pro Maßnahme möglich. Zusätzlich ist der KfW-Zuschuss 455-B für Barrierereduzierung seit 2026 wieder beantragbar: für Einzelmaßnahmen bis zu 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 €. Alternativ oder ergänzend kommt der KfW-Kredit 159 bis 50.000 € je Wohneinheit infrage. Wichtig: Förderanträge müssen vor Vertragsabschluss und Einbau gestellt werden.

  • Das hängt von der Bauart ab. Klassische Aufzüge benötigen meist Schacht, Schachtkopf, Unterfahrt und technische Abstimmungen. Viele Homelifte und Senkrechtlifte sind dagegen selbsttragend konstruiert und kommen ohne separaten Maschinenraum und oft ohne tiefe Grube aus. Für den nachträglichen Einbau reicht je nach Modell ein Deckendurchbruch oder eine kompakte Außenkonstruktion. Ob das möglich ist, hängt von Statik, Geschossdecken, Brandschutz, Standort und Landesbauordnung ab.

  • Kompakte Homelifte brauchen oft nur etwa 1 m² Stellfläche, rollstuhlgerechte Varianten entsprechend mehr. Zusätzlich werden sichere Zugänge und Bewegungsflächen an den Haltestellen benötigt. Für Rollstuhlnutzung sind 90 cm lichte Durchgänge und 150 x 150 cm Bewegungsfläche wichtige Orientierungswerte. Häufige Einbauorte sind Treppenauge, Flur, Wohnbereich, Abstellraum oder Außenfassade. Die beste Position ergibt sich aus Alltag, Statik, Leitungen, Brandschutz und Fluchtwegen.

  • Der Stromverbrauch eines privaten Aufzugs ist im Alltag meist überschaubar, weil die Anlage nur während der Fahrt nennenswert Energie benötigt. Viele Homelifte arbeiten mit normalem 230-Volt-Haushaltsstrom; je nach Modell kann ein eigener abgesicherter Stromkreis nötig sein. Die tatsächlichen Kosten hängen von Fahrtenzahl, Förderhöhe, Antrieb und Stand-by-Verbrauch ab. Beim Angebot sollten Leistungsaufnahme, Anschlussanforderungen und Wartungskosten getrennt ausgewiesen sein.

  • Im privaten Wohnhaus verbinden Aufzüge häufig zwei bis drei Ebenen. Je nach Modell sind auch mehr Haltestellen und größere Förderhöhen möglich. Mit jeder zusätzlichen Etage steigen Anforderungen an Führung, Tragwerk, Türen, Steuerung, Brandschutz und Rettungskonzept. Für wenige Stufen ist ein Hublift meist wirtschaftlicher; für ganze Etagen bietet ein Aufzug deutlich mehr Komfort und Zukunftssicherheit.

  • Aufzüge zur Personenbeförderung unterliegen klaren Sicherheitsanforderungen. Anlagen mit mehr als 0,15 m/s fallen in der EU unter die Aufzugsrichtlinie; langsamere Hebe- und Plattformlösungen werden in der Regel über Maschinenrecht und passende Normen abgesichert. Zur Ausstattung gehören je nach Bauart Türverriegelungen, Notstopp, Notabsenkung, Akku- oder Notstromlösung und ein Zwei-Wege-Notruf. In Deutschland können zusätzlich Prüf- und Betreiberpflichten greifen.

  • Die reine Montage eines selbsttragenden Homelifts kann wenige Tage dauern. Die gesamte Projektzeit ist aber länger, weil Planung, Aufmaß, Statik, Förderanträge, mögliche Genehmigungen, Fertigung und bauseitige Arbeiten vorher erledigt werden müssen. Ein Deckendurchbruch, Fundament oder Außenanbau verlängert den Ablauf. Realistisch ist deshalb eine Planung über mehrere Wochen; bei komplexen Aufzügen auch länger.

  • Sie nennen Gebäudeart, Etagenzahl, gewünschte Haltestellen, Nutzung mit oder ohne Rollstuhl und mögliche Einbauorte. Fachbetriebe aus Ihrer Region prüfen danach, ob Homelift, Senkrechtlift, Außenaufzug oder eine andere Lösung passt. Für ein verbindliches Angebot folgen Vor-Ort-Termin, Aufmaß und technische Prüfung. Dabei werden Statik, Stromanschluss, Deckendurchbruch, Schachtlösung, Fördermittel und laufende Pflichten geklärt.

  • Folgekosten entstehen für Strom, Wartung, Störungsdienst, Verschleißteile und je nach Bauart wiederkehrende Prüfungen. Aufzüge mit Personenbeförderung müssen in Deutschland vor Inbetriebnahme und regelmäßig durch zugelassene Überwachungsstellen geprüft werden; die konkreten Pflichten hängen von Anlage und Nutzung ab. Bei privaten Homeliften sind die laufenden Kosten meist niedriger als bei stark genutzten Aufzügen, sollten aber im Angebot transparent ausgewiesen werden.

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